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Laktose, Fruktose oder Allergien: Was hinter Bauchbeschwerden stecken kann

Shownotes

Viele Kinder haben Bauchschmerzen – und ganz schnell steht der Verdacht im Raum: Nahrungsmittelunverträglichkeit.

In dieser Folge sprechen wir darüber, was wirklich hinter solchen Beschwerden stecken kann. Wir erklären den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz, warum Intoleranzen häufig vermutet, aber deutlich seltener bestätigt werden – und weshalb vorschnelle Diäten oft mehr schaden als helfen.

Außerdem schauen wir uns typische Beispiele wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz an, erklären, wie Beschwerden entstehen, wann Tests sinnvoll sind – und warum am Ende oft ein ganz pragmatischer Ansatz der beste ist: strukturierte Beobachtung statt blinder Verzicht.

Eine Folge, die Eltern Sicherheit geben soll – und dabei hilft, Bauchbeschwerden besser einzuordnen, ohne unnötigen Druck oder strenge Einschränkungen im Alltag.

Highlights der Folge

• Nicht jede Bauchbeschwerde ist eine Intoleranz

• Allergie und Intoleranz werden häufig verwechselt

• Viele Tests sind unzuverlässig oder wenig aussagekräftig

• Strenge Eliminationsdiäten können Nachteile haben

• Die Menge eines Lebensmittels ist oft entscheidend

• Fruktose steckt in überraschend vielen Lebensmitteln

• Kleine Mengen werden häufig gut vertragen

• Beobachten, dokumentieren und langsam austesten ist der Schlüssel

⏱️ Kapitelmarken

(00:01:00) Bauchschmerzen im Schulalter – wie häufig steckt eine Intoleranz dahinter?

(00:03:30) Allergie vs. Intoleranz – der wichtige Unterschied

(00:06:00) Laktoseintoleranz: Ursachen & typische Beschwerden

(00:08:30) Fruktoseintoleranz – warum Fruchtsäfte oft Probleme machen

(00:10:00) Zuckerersatzstoffe wie Sorbit

(00:11:30) Warum Symptome sehr unterschiedlich stark sein können

(00:12:30) Verzögerte Beschwerden nach dem Essen

(00:13:00) H₂-Atemtest & genetische Tests – wie sinnvoll sind sie?

(00:15:00) Diagnostik: Weglassen und wieder einführen

(00:16:30) Praktische Tipps zur fruktosearmen Ernährung

(00:19:00) Seltene Stoffwechselerkrankungen (hereditäre Fruktoseintoleranz)

(00:21:00) Histaminintoleranz – was weiß man bei Kindern wirklich?

(00:22:30) Therapie: Reduktion statt Verbot

(00:26:00) Bleiben Intoleranzen lebenslang bestehen?

(00:29:00) Die wichtigsten Take-Home-Messages

(00:31:30) Bauchschmerzprotokoll & Beobachtung im Alltag

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Liebste Grüße

Dr. D & Dr. Jane

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Transkript anzeigen

00:00:01: Na, wer sagt hallo?

00:00:03: Jetzt wussten wir gar nicht, wer zuerst anfangen sollte.

00:00:05: Du wolltest

00:00:05: heute Hallo sagen!

00:00:06: Ich sollte

00:00:06: heute den Beginner machen.

00:00:09: ich sage hallo herzlich willkommen zum Pädikus Podcast.

00:00:12: Ja und worum geht's heute?

00:00:14: Heute?

00:00:15: Wir machen mal quick unter Entdirty...

00:00:17: Heute geht es um Nahrungsmittelintoleranzen.

00:00:19: darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.

00:00:21: Irgendwie nicht

00:00:22: ne?

00:00:22: Also wir reden hier nicht von Allergien sondern...

00:00:24: Nein wir reden von Nahrungsmittelintoleranzen und das ist eigentlich ein Problem dass mir in der Klinik oder in der Ambulanz halt eigentlich erst so ab dem Alter von drei, vier Jahren ungefähr begegnet.

00:00:39: Mit einem Gipfel muss ich sagen um die Schule eintritt also fünfte bis achte Lebensjahr weil da haben tatsächlich relativ viele Kinder Bauchschmerzen vor allem synchronische Bauchsschmerzen und man weiß immer nicht richtig was das ist.

00:00:50: und dann kommen ganz viele Eltern machen sich natürlich auch zu recht große Sorgen.

00:00:54: Wir versuchen, dann immer rauszufinden.

00:00:56: Dann googeln die auch und dann kommen die immer auf Laktose, Fructose, Unverträglichkeiten oder auch Histamin-Geschichten oder die Süßstoffe sind's.

00:01:06: Und das verunsichert doch ziemlich stark.

00:01:09: Und wir wollen heute mal klären, wie ist denn das mit den Intoleranzen?

00:01:13: Was kann das Kind das überhaupt haben?

00:01:15: Wie findet man das raus?

00:01:16: Muss es dann auf bestimmte Lebensmittel vollständig verzichten?

00:01:19: Oder kann es das vielleicht zum Teil noch essen Oder, was natürlich auch mal ganz wichtig ist.

00:01:25: Ist es nicht einfach nur als Spoiler eine banale Intoleranz oder ist das tatsächlich etwas

00:01:30: anderes?

00:01:31: Genau und darüber sprechen wir heute.

00:01:33: Und vor allen Dingen aus deiner Sicht, aus der kinderärztlichen Sicht.

00:01:37: Genau!

00:01:42: Fangen wir doch einfach mal an.

00:01:43: Das ist eine ganz, ganz wichtige Frage und vielleicht eine der wichtigsten Fragen.

00:01:47: Tatsächlich werden Nahrungsmitte Unverträglichkeiten extrem häufig vermutet.

00:01:52: Das sind immer so das Erste noch vor der Allergie glaube ich aber deutlich seltener bestätigt.

00:01:57: Völlig richtig!

00:01:58: Also wenn du Social Media anguckst dann hat er praktisch, weiß nicht jedes zweite Kind Bauchschmerzen.

00:02:03: also wenn ich das so in einem Fragesondag angucke... Ist das ein sehr häufiges Problem?

00:02:07: Aber auch in der Ambulanz, muss ich sagen, erhalte ich irgendwie in der Woche mehrere Anfragen von Eltern, deren, wie gesagt so meistens so vier bis sieben, achtjährige Kinder halt Bauchschmerzen haben.

00:02:20: Und das Problem tatsächlich bei dieser ganzen Testung ist dass diese Diagnostik super unscharf ist.

00:02:28: Es gibt natürlich Tests aber die haben eine ziemlich geringe Spezifität und Sensivität.

00:02:33: Viele Kinder haben da manchmal tatsächlich auch irgendwelche positiven Tests, die man dann teilweise sich auch noch irgendwie irgendwo kaufen kann.

00:02:40: Und dann habe ich auch welche Symptome ohne jeden positiven Test und Eltern beginnen dann tatsächlich relativ häufig und eigenständig zu Illuminationsdieten zu machen.

00:02:52: Dann hat es bestimmte Dinge

00:02:53: wegzulassen.".

00:02:55: Super harmlos, einfach etwas wegzulassen

00:02:58: oder?

00:02:58: Genau.

00:03:00: Ist es aber eben nicht und das ist genau das Problem.

00:03:02: Deswegen muss man da und deswegen machen wir auch diesen Podcast heute noch mal.

00:03:05: Muss man wirklich irgendwie versuchen sauber zu trennen weil so unnötige Diäten können ja die Lebensqualität der Kinder oder auch der gesamte Familie dann erheblich reduzieren, können natürlich auch zu Nährstoffmängeln führen wenn du bestimmte Sachen gar nicht mehr nimmst, weil die halt teilweise sehr verbreitet sind.

00:03:23: Und was auch nicht ganz banal ist, da wird ja der Wissensstand eigentlich immer größer.

00:03:29: Kann natürlich auch das ein Darm-Mikrobiom deutlich verändern und deswegen würde ich immer raten, bevor Eltern sich irgendwie im Internet rum googeln und von sich aus irgendwelche Dinge völlig ungeplant weglassen, dass sie sich da tatsächlich beraten lassen, strukturiert beraten lasse.

00:03:47: Ja, ich glaube auch... Viele Eltern werfen da einfach zwei Dinge durcheinander.

00:03:52: Nämlich haben wir gerade schon gesagt, es ist Allergie und Intoleranz.

00:03:56: Kannst du mal erklären was der Unterschied ist?

00:03:58: Ja das ist total wichtig, der Unterschied!

00:04:00: Also bei einer Lebensmittelallergie reagiert das Immunsystem in der Regel auf Eiweiße in den Lebensmitteln.

00:04:06: Das typische Beispiel sind, das haben wir auch schon bei der Allergieprävention besprochen.

00:04:13: Typische Beispiel für die Lebensmittelallergien sind Erdnuss, Eierkuhmich, Weizen, Soja- und Fisch zum Beispiel Und das sind dann immer Erkrankungen, wo die Kinder halt auf den Kontakt stellen und wie Hautausschläge kriegen.

00:04:25: Dass sie dann Bauchschmerzen oder Brechen kriegen oder Durchfälle.

00:04:28: Wenn es richtig fies wird ... Die Allergie sich auch im ganzen Körper ausbreitet oder zeigt, kriegt man auch Atmen- oder Kreislaufprobleme.

00:04:36: Eine Lebensmittelallergie hat man oder entwickelt man oder entwickeln Menschen in der Regel schon relativ früh.

00:04:43: Das heißt also schon im Säuglingsalter oder Kleinkindalter.

00:04:47: Das können natürlich auch im späteren Alter noch neue Allergien mit dazukommen, aber die häufigsten kommen tatsächlich am Anfang des Lebens.

00:04:57: Zur Allergie haben wir übrigens ein richtig tolles E-Book was ihr kaufen könnt.

00:05:03: Da haben wir noch mal alles zusammengefasst zum Thema Nahrungsallergenen.

00:05:06: Genau, was man halt tun kann um das zu verhindern, wer wann was wo worum macht und auch ganz spezifische Situationen... Das

00:05:14: ist superumfangreich!

00:05:15: Also guck da mal rein.

00:05:16: jetzt hast du alles zur Lebensmittelallergie

00:05:19: gesagt?

00:05:19: Und jetzt kommen wir zur Intoleranz.

00:05:21: Die Intolerance hat nichts mit dem Immunsystem zu tun.

00:05:24: Das ist erstmal ganz wichtig.

00:05:26: hier reagiert dann der Körper halt nicht auf Proteine weil das ist das typische für Allergien sondern reagiert in der Regel auf Nicht-Proteine in der Nahrung.

00:05:34: Nicht-Proteine sind z.B.

00:05:38: Zucker, Alkohole oder Arminusäuren einzeln, nicht ganz Proteine sondern Arminasäuren wie zum Beispiel Histamin.

00:05:44: und da sind die Ursachen meistens das Enzymenmängeln.

00:05:48: Enzyme sind ja die Stoffe im Körper sozusagen bei was sie Nahrungsbezogen ist, die Moleküle klein hacken damit sie letztendlich vom Körper aufgenommen weiter verstopft wechselt werden können.

00:06:01: Es können auch Transportstörungen vorliegen, das heißt also dass zum Beispiel diese Zucker nicht richtig irgendwie aufgenommen werden können vom übergose Transporter im Darm.

00:06:11: Und das Ganze führt dann letztendlich zu einer Überforderung der Verdauung der Kohlenhydrate und halt der Transporter zur Überforderungen der Resorptionen.

00:06:23: Und die häufigste Diagnose, also ich habe sie auch irgendwann entwickelt im Laufe meines Lebens ist die Laktose in Toleranz.

00:06:31: Richtig?

00:06:32: Das stimmt!

00:06:33: Das ist tatsächlich die häufigsten Diagnese nicht so.

00:06:36: trotz ist sie in Deutschland vergleichsweise selten und je jünger man ist desto selter.

00:06:42: Also wenn dann entwickelt sich das tatsächlich eher im Laufer des Lebens,

00:06:45: d.h.,

00:06:46: es kriegen deutlich mehr ältere Kinder oder auch Erwachsene, als zum Beispiel Säuglinge.

00:06:51: Ein bisschen anders ist das beispielsweise in Japan.

00:06:54: In Japan haben glaube ich irgendwie siebzig Prozent der Kindern Laktose-Intoleranz aber hier wieder in Europa ist es eher selten.

00:07:01: Bei der Laktosintoleranz ist das so dass das ja Milchzucker die Lactose besteht aus zwei Teilen und das wird durch das Enzymenlaktase gespalten.

00:07:13: Und zwar in Galaktose und Glucose.

00:07:15: so ein bisschen egal Und diese beiden Stoffe, also Galaktose und Glucose können aufgenommen werden wegen Laktose halt nicht.

00:07:22: Wenn dieses Enzymen für die Spaltung fehlt dann wird es einfach nicht aufgenommen und gelangt dieser Zweifachzuckerlaktose in den Dickdarm und wird dort von den Darmbakterien verdaut.

00:07:34: Und das ist dann alles, was wir dann kennen.

00:07:36: Wenn Darmbaktien irgendwas für uns tun und dann haben sie auch ihre Stoffwechselprodukte, dabei entstehen eine halbe Leihung zum Beispiel weil die produzieren Wasserstoffmetharen.

00:07:45: Dann stinkt das auch immer so fröhlich, weil wir kriegen diese richtig nett riechenden Viertze also Methan- und kurzelige Defettsäuren.

00:07:55: Das gibt dann Halblehungen Bauchschmerzen und Durchfall.

00:07:58: Und wie häufig ist Laktose intoleranz denn bei Kindern?

00:08:01: Ja, wie gesagt das hängt halt besonders stark von der Herkunft ab.

00:08:04: Also wir in Europa sind so fünfzehn Prozent der Erwachsenen haben einen Laktasemangel.

00:08:09: aber ich hatte gerade schon Japan gesagt irgendwie da sind es so siebzig.

00:08:13: aber es gibt auch durchaus Länder und die haben neunzig Prozent angeborenen Laktase-Mangel und das natürlich viel viel häufiger.

00:08:19: und generell wie gesagt ist es so eine Laktosemangel oder eine Lactoseintoleranz Kleinkindern super selten.

00:08:30: Und viele Eltern berichten auch über Fructose-Probleme?

00:08:35: Genau, Fructase ist der Fruchtzucker und auch hier liegt meistens kein echter Defekt vor.

00:08:42: also es nicht so dass da jetzt irgendwie ein Enzymen fehlt sondern das ist halt häufig, was ich gerade vorhin gesagt hatte sie ist ein Transporterproblem.

00:08:50: Also viele von den Zuckern werden über spezifische Transporter aus der Darmwand oder aus dem Darm Lumen in das Blut aufgenommen.

00:08:59: Und bei der Fructose ist es auch so, da gibt's den Transporter Glut V also ein toller Name und der ist bei den Kindern die eine Fructosentoleranz haben einfach genetisch bedingt etwas weniger vorhanden und auch da ist es die gleiche Nummer wie im Grunde wie bei der Laktose.

00:09:17: wenn dann die Fructose also Fruchtzucker aufgenommen wird kann er nicht verdaut werden weil er halt nicht aufgenommen werden kann gelangt dann auch in den Deckdamen, wird dort auch wieder verdaut und von Bakterien und verursacht wieder Blähung Bauchschmerz und Durchfall.

00:09:32: Der Klassiker ist halt wenn die Kinder ganz viel von diesen Fruchtzucker zu sich nehmen indem sie zum Beispiel ... ich weiß nicht Apfelsaft

00:09:39: z.B.,

00:09:39: das ist ja sehr beliebt oder so diese süßen Birnensäfte und sowas Wenn ihr davon ganz viel trinkt, dann kriegen die Bauchsschmerzen.

00:09:46: Und was ist mit Zuckerersatzstoffen?

00:09:49: Zum Beispiel Sorbit.

00:09:51: sehr diskutiert.

00:09:52: Sehr diskutiert, genau!

00:09:54: Also Sorbet heißt ja eigentlich Sorbitul das ist ein Alkohol, Zuckeralkohol und es ist ein Süßungsstoff und der kommt vor allem in diesen zuckerfreien Süßigkeiten, den Kaugummis aber auch und das ist halt vielleicht auch noch wichtig irgendwie ins Softdrinks- und Eistee vor.

00:10:09: und letztlich ist es so dass dieses Sorbitur kann die Fructoseaufnahme zusätzlich noch blockieren, also diesen Glut-V-Transporter.

00:10:20: Warum reagieren dann manche Kinder

00:10:21: stark

00:10:23: und andere gar nicht?

00:10:24: Genau!

00:10:25: Das ist tatsächlich immer eine gute Frage, da muss es auch wirklich mal auszudrieren weil die Symptome hängen von ganz vielen Faktoren ab.

00:10:32: Also das Wichtigste einfach die Menge des aufgenommenen Zuckers.

00:10:37: Also wenn jemand jetzt ein ganzes Glas oder zwei Gläser Birnensaft zu sich nimmt, dann nimmt er einfach mehr Fruktose auf beispielsweise als jemand der nur einen Schluck trinkt oder jemand der Liter Milch trinkts.

00:10:49: Der nimmt dann einfach mehr auf wie als jemand, der halt nur so bisschen Milch in seinem Haferbrei hat.

00:10:55: Das ist also einfach auch die Menge das Aufgenommenen zuckern.

00:10:57: und dann auch ganz wichtig, wie schnell kommt denn dieser Zucker dort an die Verdauungsstelle ran.

00:11:02: Das heißt, wie schnell ist die Magenentleerung?

00:11:05: Wenn einfach viel Zucker da ist der kann von den zu wenig vorhandenen Enzymen oder Transporten eigentlich verdaut werden.

00:11:12: und dann kommt halt das was wir vorhin sagten also und dass es nicht nur übrigens die Magementlerungen sondern auch die Geschwindigkeit des gesamten Magentransports.

00:11:21: Wir kennen das manche Leute sind total schnell wenn sie etwas essen dann gehen die gleich aus Klo sozusagen wo das durchgeht.

00:11:27: andere Leute brauchen so ein bisschen länger das genetische unterschiedlich.

00:11:30: Aber wenn es halt sozusagen schnell vorangeht, dann kommt einfach auf die Zeit vergleichsweise viel Zucker dahin und kann ein schlechter Verdaut werden.

00:11:39: Dann was auch noch wichtig ist wobei überhaupt nicht beeinflussbar so richtig zumindest ist die Zusammensetzung des Mikrobioms Und auch nicht von der Hand zu weisen gerade wenn es hinterher dann darum geht.

00:11:51: das machen wir nochmal.

00:11:52: eine eigene Folge von Wenn es zum Beispiel um Reizdarm-Syndrom geht, ist natürlich auch die Schmerzempfindlichkeit des Kindes.

00:12:00: Auch das ist teilweise sehr unterschiedlich!

00:12:03: Ganz typisch ist bei diesen Intoleranzen, dass die Beschwerden meistens erst mit Verzögerung auftreten nach dem Essen.

00:12:10: Es muss ja erst ankommen im Darm und verdaut werden.

00:12:13: Das heißt so ein klassisches Zeitintervall, Kind isst oder trinkt irgendwie was.

00:12:16: Und so zwei bis vier Stunden später kommen dann die Beschwärten.

00:12:19: Manchmal ist es auch, dass sie sich so bei einer langsamen Magen-Darm-Passage ... Dass die Beschwerten sogar erst am nächsten Morgen zum Beispiel

00:12:26: kommen.

00:12:35: Ja das ist jetzt alles schön und gut!

00:12:38: Aber wie kommen denn die Familien dann diagnostisch weiter?

00:12:41: Also viele Eltern kennen ja den H-II Atemtest.

00:12:46: Ist das Standard?

00:12:47: Ja, danach fragen alle und der wird auch vergleichsweise häufig eingesetzt.

00:12:56: Der funktioniert halt so... Die Kinder kriegen eine definierte Menge von dem Stoff auf den man testen will also wieder Fructose oder Laktose Und dann wird der gebildete Wasserstoff in der Arpenluft, wenn das die Bakterien das verdaut haben, Musikkinder ausabnen und dann misst man halt wie viel Wasserstoff im Ausarpenluf drin ist.

00:13:15: Das ist halt das was durch die Bakteri entsteht.

00:13:17: Das Problem ist kann man sich ja schon ausdenken, dass es natürlich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Kind angewiesen oder auch von vielen, vielen Faktoren abhängig, die wir vorhin auch schon gesagt haben,

00:13:28: d.h.,

00:13:29: dieser Test ist überhaupt... nicht zuverlässig oder nicht besonders zuverlässig, sagen wir mal so.

00:13:35: Ich würde ihn nicht einsetzen bei einem Kind irgendwie das jünger ist als fünf sechs Jahre.

00:13:40: Das macht überhaupt keinen Sinn irgendwie das mit einem drei oder vierjährigen zu machen.

00:13:44: und auch mit dem größeren würd ich es eher nicht machen weil wie gesagt andere Tests eigentlich zuver Näßiger sind.

00:13:51: und selbst wenn das übrigens so ist dass dieser Test positiv ist der ist erstaunlich hoffe ich übrigens positiv.

00:13:58: Und dann heißt es aber trotzdem nicht, dass die Beschwerden auch tatsächlich davon kommen.

00:14:03: Also deswegen ich würde diesen H-II-Abentest wieder wenn überhaupt nur unter hoch standardisierten Bedingungen machen bei jemandem der sich gut damit auskennt also nicht einfach irgendwie dazu irgendein Wald und Wiesendoktor gehen, der diese Maschine sich irgendwie gekauft hat um Geld zu verdienen sondern das muss dann tatsächlich irgendwie am besten in einer gastrointologischen Ambulanz sein.

00:14:22: Aber eigentlich würde ich denken bringt das nichts weil letztendlich kriegt man dann ein Ergebnis.

00:14:29: Dann wird man entsprechend des Ergebnisses eine Diät machen und dann sieht man, was ist.

00:14:36: Und der Punkt ist halt das ist eigentlich auch das diagnostische Mittel der Wahl.

00:14:42: Ja also letztendlich ist es halt so wenn man die das können wir kreieren bei Lobby nachher nochmal genauer darauf an wie man's macht weil es nicht so ganz einfach.

00:14:50: am Ende ist es tatsächlich einfach weglassen wiedergeben gucken ob die Symptome weggehen und wiederkommen.

00:14:57: Ich habe gelesen, dass es auch genetische Tests gibt.

00:15:01: Ja,

00:15:02: gibt es auch ist aber ähnlich einzuschätzen wie der H-II Apentest.

00:15:06: man teste da auf sogenannte Polymorphismen.

00:15:08: das sind halt genetisch Veränderungen die mit diesen Intoleranzen assoziiert sind.

00:15:14: Aber auch da ist es so, wie ganz häufig in der Genetik.

00:15:16: Wenn die jetzt positiv sind heißt das noch lange nicht dass die Kinder das haben und wenn sie's negat... also dass sie dann Beschwerden haben sagen wir mal so.

00:15:24: und das zweite ist und wenn Sie negativ sind heisst das auch nicht weil sie nicht einfach diese Problemo-Fissen nicht alle genetischen Veränderungen abdecken.

00:15:31: Also es negativ ist heißt das auch Nicht dass das nicht haben.

00:15:33: Das würde ich zum Beispiel gar nicht machen.

00:15:35: Das kostet nur Geld.

00:15:36: Na toll!

00:15:37: Und jetzt?

00:15:38: Genau ganz einfach Wir sind wieder bei dem Karrenz und Exposition.

00:15:42: Also weglassen, gucken was die Symptome machen und dann wieder rein.

00:15:46: Das heißt man wird das Lebensmittel um dass es geht für viele sagen irgendwie ein bis zwei Wochen ich würde sogar sagen eher bis vier Wochen kommt immer darauf an wie schwer diese Symptomen sind.

00:15:59: wenn sie schwer sind da sieht man durch schnellen Effekt.

00:16:01: wenn sie nicht ganz so schwer sind dann halt nicht so schnell also mindestens zwei Wochen besser vier Weglassen, bei Laktose ist das vergleichsweise einfacher.

00:16:10: Bei Fruktose ist es vergleichweise schwieriger.

00:16:12: Gehen wir auch gleich noch drauf ein wie man's genau macht dann die Beschwerden beobachten gucken was passiert und wenns weggeht tatsächlich dann langsam wieder einführen.

00:16:21: und wenn dann die Symptome wieder kommen dann hat man wahrscheinlich die Diagnose oder ziemlich wahrscheinlich die Ddiagnose gestellt.

00:16:29: Wie gesagt bei Lactose ist dass einfach Jeder Supermarkt hat zur Tage eine laktosefreie Ecke und da wird man halt einfach die Milchprodukte in dieser Ecke kaufen.

00:16:38: Das ist jetzt auch nicht großartig teurer irgendwie, das kann man für zwei bis vier Wochen sicher locker machen.

00:16:44: Bei Fructose ist das deutlich schwieriger.

00:16:47: und dann muss man wissen wenn man Fructase in der Nahrung reduzieren will ganz recht kriegt man es wahrscheinlich nicht wirklich, muss man aber auch nicht, also muss vor allem reduzieren.

00:16:57: Da muss man halt wissen wo besonders viel Fruchtzucker enthalten ist und da ist in erster Linie Honig, sehr fruchtzuckerhaltig.

00:17:07: Und bei Getränken die viel beliebten Apfelsefte sind ziemlich fruchtzugehaltig aber auch Birnen das hatten wir vorhin schon gesagt dann Fruchtsaufkonzentrate und natürlich irgendwie auch die ganze Smoothies nicht zu vergessen wo halt auch viele Äpfel oder Birnen drin sind.

00:17:23: Trockenfrüchte Es sind besonders relevant bei Kindern, die morgens die Trockenfrüchte im Müsli haben.

00:17:30: Dass man da halt so ein bisschen guckt, da hätten wir die ganzen besonders süßen Sachen.

00:17:34: Also Datteln, Feigen und Rosinen sind ja auch häufig dann drin.

00:17:37: Aprikosen, trockenaprikosen nehmen Kindervergleisweise selten also sie sind ja schon ein bisschen bitter.

00:17:44: aber Dattelfeigen und rosinen das kann ja durchaus sein.

00:17:48: Bei Obst sind wir auch wieder bei den Äpfeln und Birnen Ja, süßen Mangos kennen wir auch alle ist süß.

00:17:56: Kirschen wenn Süßkirschen sind ich weiß gar nicht was mit Sauerkirschen ist ehrlich gesagt und auch Wassermelone Was sich immer den Eltern sagen dass sie bitte auch daran denken das diese ganzen Frucht Bestandteile insbesondere wenn es über Konzentrate geht Dass die halt natürlich auch im fruchtjoghurt drin sind Auch in Müsli-Riegel drin sind vorher hoffentlich mal Trockenfrüchte drin sind in den netten Fruchgummis.

00:18:27: Vor allem wenn sie halt so auf Fructose-Sirups sind, also da muss man halt gucken.

00:18:30: Deswegen ist Fructase wirklich in vielen Teilen drin.

00:18:33: das heißt wenn man da eine Karrenstiät macht dass es nicht so ganz einfach.

00:18:39: was noch gut zu wissen ist ist Wenn man dann die Diagnose gestellt hat besser aufgenommen, wenn gleichzeitig viel Glucose im Darm ist.

00:18:51: Weil das aktiviert die noch vorhandenen Glut-Fünftransporter.

00:18:57: und deswegen kann man beispielsweise, wenn man dann Früchte nimmt, die viel Glukose jetzt nicht Fruchttugel in einer Glukos enthalten und die werden häufig übrigens auch dann vertragen.

00:19:06: Es sind zum Beispiel Bananen, Beeren und Citrusfrüchte.

00:19:10: Wenn man das zusammengibt, dann kann man da häufig tatsächlich auch eine ganze Menge erreichen dass die Kinder halt dann trotzdem noch Äpfel essen können.

00:19:18: Also ganz wichtig halt zu unterscheiden, wie gesagt hoher Fruktoseanteil, Äpfel, Birn, Mango sag ich mal.

00:19:24: Hoher Gluckhoseanteile, Bananen und Beeren.

00:19:28: Eine Zitrusfrüchte das werden wir zum Beispiel abfelsieren und so was.

00:19:31: die gehen in der Regel auch.

00:19:33: Da muss man dann genauer an einem Nese machen.

00:19:35: Ich habe gehört dass es auch gefährliche Fructose im Toleranz gibt.

00:19:39: Ja Aber ja, das ist richtig.

00:19:41: Es gibt die sogenannte Hereditherefruktose-Intoleranz.

00:19:44: Das ist eine richtige Stoffwechselerkrankung.

00:19:48: Hier fehlt ein Enzym und das ist tatsächlich eine ganz schwere aber sehr seltene Erkrankung Die Kinder haben, die kommen in der Regel klinisch mit Symptomen von Unterzuckerungen und von Mitleberversagen.

00:20:03: Das heißt, die kommen gar nicht mit dieser Anamnese.

00:20:06: Mein Kind hat seit drei Wochen Bauchschmerzen und Durchfall und Blähungen, sondern die kommen tatsächlich hochkrank in die Klinik.

00:20:13: und in der Regel ist das so dass die Fruktose Intoleranz auch schon früher gestellt wird.

00:20:20: Weil wenn dann z.B.

00:20:21: ein Säugling seinen ersten Fruchtbrei ist oder sowas Und der hat eine ereditere Fruktose-Intoleranz, dann wird der sehr schnell sehr krank.

00:20:31: Also da geht es lieber versagen und wie gesagt kommt mit Symptome einer Unterzuckerung, dass in Krampfernfälle Bewusstlosigkeit und solche Sachen.

00:20:38: das hat gar nichts zu tun mit Bauchschmerzen.

00:20:41: Okay aber da muss man ja... Das ist wirklich selten?

00:20:44: Ja

00:20:44: das ist selten!

00:20:45: Da würde ich jetzt einfach nur... Weil du hast mich gefragt, ich beantwortet das jetzt.

00:20:50: Aber ich weiß gar nicht... Ich glaube ich kenn einen ein Kind dass das hat.

00:20:58: Ja, eins.

00:20:59: Aber sonst... Ich hatte mal eine Galaktose, es ist also ähnliche Geschichte, Galaktos in Miede ist ein bisschen häufiger.

00:21:04: Nee aber es ist super selten!

00:21:15: Und was ist mit der viel diskutierten Histamienintoleranz?

00:21:19: Schwieriges, ganz schwieriges Thema.

00:21:21: Also für Kinder kann ich zumindest sagen aktuell gibt's da keine klaren diagnostischen Kriterien.

00:21:27: Das sind ja vor allem auch so einen Renner in Erwachsenenmedizin die viel zitiierte Histaminintolerance.

00:21:34: Da wird dann immer im Blut so ein Wert gemessen.

00:21:37: Das heißt Diaminoxidase oder DAO, das kennt wahrscheinlich auch einige Zuhörer die mit Bauchschmerzen- oder Reizdamsyndrom kommen hat aber bei Kindern gar keine gute Ausseilkraft, das macht man nicht.

00:21:54: Wenn man das überhaupt vermutet im Kindesalter gilt hier ... dass man da versucht, eine wirklich kurze, weil es jetzt nicht selten und schlecht definiert ist.

00:22:05: Eine kurze Histamina mit Diets zu machen und dann eine kontrollierte Wiedereinführung.

00:22:11: Und die Therapie?

00:22:12: Was hilft denn dann wirklich?

00:22:14: Im Gegensatz zur Allergie ist die Therapies bei Laktose-Fructose-Sorbitintoleranzen vergleichsweise einfach.

00:22:22: Sie heißt nämlich nicht verbot.

00:22:25: Der Verbot heißt es beim Allergien auch nicht unbedingt, aber man muss das nicht weglassen.

00:22:28: Sondern in der Regel muss man diese Stoffe nur reduzieren.

00:22:32: Weil diese Enzyme bei der Laktoseintoleranz sind gar nicht da und einfach zu wenig da.

00:22:41: Und das Gleiche gilt beispielsweise für die Fructose-Transporter.

00:22:44: Die sind nicht gar nicht dort, sondern zu wenig dar.

00:22:47: Das heißt, Kinder vertragen meist kleine Mengen von den Stoffen schon.

00:22:52: Und wie wir es zum Beispiel vorhin gesagt haben, wenn man eine Fructose-Intoleranz heißt.

00:22:57: Dann kann man beispielsweise auch durch das Mischen mit glucosehaltigen Nahrungen die Menge der Kinder an Fructos verträgt erhöhen.

00:23:08: Trotzdem ist es mit Fructosen, wie gesagt, Laktose hat man vorhin schon gesagt bei der Diagnostik einfach und letztendlich, wie man die Diagnose stellt in der Therapie vergleichsweise einfach.

00:23:19: Wie ergibt man halt vornehmlich in die laktosefreie Ecke im Supermarkt?

00:23:25: Bei Fruktose ist es ein bisschen schwieriger.

00:23:27: Da muss man halt versuchen, die hochfructosehaltigen Stoffe ein bisschen zu reduzieren.

00:23:33: Das heißt also für das Kind konkret eher wenig Honig.

00:23:38: Ist mal doof wenn wir so viel husten müssen weil dann geben wir gerne Honig und Äpfel und Birne vor allem Inseften lieber nicht.

00:23:46: Also bei Inseiften oder konzentraten auch, ist der Zuckergehalt deutlich höher als in der ganzen Frucht.

00:23:54: Das heißt also wenn man denn das unbedingt essen muss, Äpfel und Böhne kann man ja ausprobieren dann isst man halt lieber die Frucht.

00:24:02: und wenn dann auch noch lieber mit anderen Sachen zusammenglig lokosehaltig sind hat ich vorhin gesagt.

00:24:08: Also dann die Fruch zu den Mahlzeiten nicht so richtig alleine Und wenn man dann kann beispielsweise halt auch mit Bananen oder Beeren und Zitrusfrüchen zusammen, das geht meistens.

00:24:19: Bei Histamin ist das schwierig.

00:24:23: Schwierig A wie gesagt weil die Diagnose sowieso umstritten ist und Elimination von Histaminen noch schwieriger ist.

00:24:32: Also das Problem ist so ein bisschen Histamin entsteht in der Regel bei der Reifung also Fermentierung und langer Lagerung von Lebensmitteln.

00:24:42: Deswegen bei Kindern ist das eigentlich nicht so schwierig, weil in der Regel Essen-Kinder ja auch fermentierte Sachen zum Beispiel selten.

00:24:51: Ein bisschen Problem kann es sein wenn das halt so Produkte sind die lange gelagert sind also konservierte Produkte.

00:24:57: da können halt viele Histaminen drin sein und wenn man das vermutet dann kann man das wie gesagt mal kurzfristig versuchen das möglichst auszustellen halt nicht fermentierte möglichst frische Sachen zu nehmen, wo halt vergleichsweise weniges Termin drin ist.

00:25:12: Aber wenn man dann keinen Effekt sieht irgendwie, dann isst man das.

00:25:17: Genau.

00:25:18: also generell können wir sagen wie ... Also Dieten sind im Gegensatz zur Allergie, wenn die richtig relevanten in der Regel nicht notwendig sondern einfach nur Reduktion.

00:25:28: und hatte ich vorhin schon gesagt, dieten sind auch eher kontraproduktiv weil sie halt dann zu Nährstoffmangel für andere Sachen führen und dort zu Mikrobiomenveränderungen.

00:25:38: Was ich vorhin auch schon gesagt habe, das erlebe ich auch tatsächlich sehr häufig in der klinischen Praxis.

00:25:42: Dass die Kinder tatsächlich sehr unterschiedlich schmerzempfindlich sind also für die gleiche Diagnose hast du manchmal Kinder, die kommen damit gut zurecht und Du hast kinder irgendwie die kommt dann mit nicht so gut zu recht.

00:25:56: Und es wird besonders relevant wenn man da in diesen Bereich Reizstamm syndrome kommt und Da kann Es auch mal hilfreich sein mit den Kindern ja so eine Art Stressreduktion oder Verhaltenstherapie zu üben.

00:26:09: Was sie denn machen, wenn Sie solche Beschwerden haben?

00:26:14: Da kann man halt Verhaltenstherapien machen, da dass ihr halt einfach lernen mit dem Problem umzugehen und das ist tatsächlich auch relativ erfolgreich.

00:26:22: Und was ich auch häufig noch mache, ich kann dir nicht sagen warum das hilft.

00:26:26: bei Reizdam-Syndrom hängt wieder mit dem Mikrobiom wahrscheinlich zusammen dass man Probiotika gibt.

00:26:33: Also zum Beispiel Ecolinisle kann man einsetzen, das Mutterflor.

00:26:37: wie gesagt warum das funktioniert?

00:26:39: Ich kann das nur bestätigen mir hat es sehr geholfen Genau.

00:26:43: Und bleiben denn diese Nahrungsmittelintoleranzen, also überall die wir jetzt gesprochen haben, also Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Histaminintolerans und so weiter?

00:26:53: Bleiben dir eigentlich ein Leben lang bestehen?

00:26:54: Ja!

00:26:55: Also die Laktaseintolerance schon kann man sagen ja kommt erst ein bisschen später und wird in der Regel auch im Laufe des Lebens immer so ein bisschen schlimmer.

00:27:05: Also wenn man diesen Laktasemangel hat, es gibt allerdings auch und das muss man wissen.

00:27:10: Und das ist eigentlich viel häufiger eine sekundäre Laktose im Toleranz.

00:27:14: Das liegt daran dass wenn der Darm geschädigt ist zum Beispiel im Rahmen von Entzündungen bei einer Darminfektion oder sowas dass dort diese Laktase halt auch, sagen wir mal weniger vorhanden ist und deswegen nach Darminfektion als normalem Durchfallserkrankung eine zeitlang zum Beispiel Milchprodukte nicht so gut vertragen werden.

00:27:34: Das ist dann aber nur vorübergehend.

00:27:36: bei Zoyaki kommt das übrigens auch vor.

00:27:38: Und das normalisiert sich aber.

00:27:41: Wir kennen z.B.

00:27:42: auch dieser Toddlers Diarrhea, dieses typische zwei bis drei Jahres-Durchfall.

00:27:48: Erkrankung, wo du ein Kind hast irgendwie das keine Ahnung drei vier Durchfälle am Tag hat.

00:27:55: Aber keine Bauchschmerzen gut wächst und so weiter.

00:27:57: die haben zu offensichtlich irgendwie auch eine vorübergehende Laktose intolerant vermutlich durch diese ganzen Infekte, die die haben.

00:28:05: Und das nennt man halt ja das ist noch ein eigenes Thema aber das hängt damit wahrscheinlich zusammen.

00:28:10: Frugtose?

00:28:10: Weil Fruktose ist es so dass es ja auch keine.

00:28:15: Nicht eine rechtliche Erkrankung, aber nur Missverhältnisse zwischen viel Fruktose und der Transportkapazität.

00:28:20: Das heißt bei Kindern, bei Kleinkindern ist das vergleichsweise häufig weil die halt mal gerne und viele süßen Fruchtsaft trinken.

00:28:27: mit dem Alter wird es dann häufig besser und mit dem alter kannst du natürlich das Ganze auch so ein bisschen steuern.

00:28:34: Das heisst also mit demalter wird die Fructose in Toleranz klinisch besser Weil du halt dann sozusagen diese Mischung mit der Glokose kannst.

00:28:43: Du kannst die Früchte besser steuern, weil du kannst natürlich einem achtjährigen oder am zwölfvierzehn-Jährigen besser sagen hier Bananen ist gut für you aber abfüll nicht.

00:28:53: Ein zwei-, dreijähriger hat da ein Problem oder häufig jedenfalls.

00:28:57: Ja bei Histamin wie gesagt ist das ganz schwierig irgendwie... Das würde ich jetzt.

00:29:04: darüber sprechen wir einfach nicht, weil es halt zu selten.

00:29:06: Okay,

00:29:07: aber zum Abschluss wie immer einfach mal so ein bisschen zusammenfassen und so deine Doktor die fünf Take-Home Messages.

00:29:16: Okay also jetzt haben wir ja ganz schön viel geredet.

00:29:19: irgendwie fünf Sachen sollte mitnehmen.

00:29:21: Na gut ich überlege mal!

00:29:22: Also zunächst einmal bei Weitem nicht jede Bauchbeschwerde, also Bauchschmerzen ist eine Intoleranz.

00:29:29: Ja also ganz häufig hat das andere Ursachen.

00:29:32: letztendlich Alle Tests, die wir bei diesen Intoleranzen machen helfen uns eigentlich nicht so richtig weiter.

00:29:39: Also am Ende ist es so Wir müssen Karrenz und Expositionen machen Und wir müssen dann gucken irgendwie wie viel... also zwei Wochen, zwei bis vier Wochen weglassen Dann wieder einführen, gucken was is'.

00:29:51: Und dann ganz entscheidend ist Wie wenn wir's wieder einfüren Ist dann die klinische Relevanz.

00:29:55: Das heißt das Kind ißt das um das?

00:29:58: Und hat da ein Pups Drei Pupse, die doll stinken.

00:30:02: Aber ist alles gut?

00:30:03: oder es ist irgendwas in richtig Bauchschmerzen und muss seine Tagesaktivitäten unterbrechen?

00:30:07: Und das ist ja ein Unterschied.

00:30:10: Insofern wenn man nur einen Pups hat irgendwie dann kann man halt pupsen.

00:30:13: Wenn man gerne Apfel isst und gerne irgendwie jetzt den unbedingt Laktosehaltigen Sachen essen muss, dann ist das ja okay.

00:30:20: Das ist ja keine Krankheit sondern erst mal nur sind Beschwerden.

00:30:25: Richtig strenge Diäten Bitte immer nur machen, wenn es tatsächlich eine klare Diagnose gibt und nicht einfach so irgendwie, weil man irgendwie rumgugelt.

00:30:33: Und ich kann's noch mal wiederholen.

00:30:35: Intoleranzen sind ... Nicht sollte man nicht Dinge verbieten, sondern man sollte einfach austarieren mit den Kindern zusammen wie viel sie ungefähr vertragen.

00:30:47: Weil damit kommt man relativ gut zurecht.

00:30:49: Man muss halt seine Nahrung ein bisschen austariern, wo es halt zu hingehen kann ist die Lebensqualität auch nicht großartig eingeschränkt.

00:30:58: Ja, das war's schon?

00:31:02: Hattest du schon fünf?

00:31:03: Ich glaube ich, ne?

00:31:06: Okay!

00:31:06: Also hast ja schon gesagt, die Menge macht das Problem und der Darm kann sich ja anpassen...

00:31:12: Die Bauchschmerzen sind in der Regel vorübergehende im Balance im Mikrobiom.

00:31:17: Das ist mit Abstand häufigste nach so ein paar anderen Erkrankungen.

00:31:20: Wir haben jetzt nicht gesprochen aber Intoleranzen sind nicht so häufig wie man denkt.

00:31:24: klare Diagnostik, weglassen wieder einführen.

00:31:28: Dann gucken wie viel man einführen kann um welche Symptome zu kriegen und welche Symptom sind tolerant fürs Kind?

00:31:35: Das heißt also es geht wirklich dort auch um klinische Relevanz wie bei der Allergie auch.

00:31:39: Da hilft auch manchmal so ein Tagebuch zu führen.

00:31:41: Genau!

00:31:42: Also bevor wenn Eltern mit solchen Symptomen zu mir kommen bevor ich irgendwas mache müssen die in der Regel erst einen Bauchschmerzprotokoll führen das je nach Stärke und Häufigkeit der Beschwerden zwischen mindestens zwei in der Regel vier bis acht Wochen geführt werden soll.

00:31:59: Damit wir überhaupt herausfinden, was das ist und welche Relevanz es eigentlich hat.

00:32:03: Und dann geht man halt los!

00:32:05: Und nochmal strenge Diäten eher nicht sondern tatsächlich ausprobieren, was geht?

00:32:12: Ja genau also.

00:32:13: ich glaube das nimmt schon mal ganz viel Druck euch Eltern und schickt uns gerne eure Fragen dazu.

00:32:20: Wir haben letzte Woche schon gesagt, wir kriegen tatsächlich zunehmend so richtig, richtig lange Mails mit ganzen... weiß ich nicht.

00:32:29: Also

00:32:29: kranken Geschichten,

00:32:31: richtig langen

00:32:32: Arztbriefe fast.

00:32:33: Genau die können wir, da haben wir letzte Woche auch schon gesagt checkt sie uns gerne!

00:32:37: Wir nehmen das gerne in das nächste Q&A

00:32:41: Podcast,

00:32:42: aber die können wir nicht einfach so per Mail beantworten.

00:32:44: Das schaffen wir einfach nicht.

00:32:45: Aber schickt es uns trotzdem gerne und mit ein bisschen Glück landet eure ausführliche Frage dann tatsächlich im Q&A-Podcast den wir mal übrigens wieder einmal machen können oder?

00:32:55: Ja unbedingt!

00:32:57: Das macht immer super viel Spaß.

00:32:58: also schickt sie uns gerne an postatpedicus.de oder... Ein bisschen

00:33:01: spontaner und richtig im Leben.

00:33:03: So muss man

00:33:03: hier immer

00:33:04: so ein bisschen dozieren.

00:33:06: Eigentlich ist ja ich mache eigentlich das viel lieber von Gesicht zu Gesicht irgendwie mit einzelnen Fällen, das ist irgendwie netter.

00:33:14: Ja daran arbeiten wir auch.

00:33:15: wenn du von Gesicht zur Gesicht sagst.

00:33:19: Da können wir noch nicht darüber reden.

00:33:20: Großes Geheimnis,

00:33:21: genau!

00:33:23: Naja egal auf jeden Fall wenn euch die Folge gefallen hat könnt ihr uns natürlich unterstützen und das brauchen wir wirklich sehr und da freuen wir uns auch drüber nämlich mit einer fünf Sterne Bewertung und natürlich kommentiert fragt wo auch immer ihr den Podcast gerade hört auf welcher Plattform.

00:33:38: und wie gesagt wir freuen uns auf eure Fragen und wenn sie kurz sind beantworten wir sie direkt und ansonsten sobald sie ausführlicher werden nehmen in A-Box sozusagen und beantworten Sie dann im nächsten Podcast dazu.

00:33:54: Okay, haben wir alles gesagt?

00:33:55: Haben wir gesagt!

00:33:56: Also unser Podcast kommt immer Mittwochs raus und wenn ihr den hört an einem Mittwoch wünschen wir euch eine schöne Restwoche

00:34:03: und Tschüss!

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