Paracetamol vs. Ibuprofen: Wann welches Medikament sinnvoll ist
Shownotes
Fieber und Schmerzen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Eltern zu Medikamenten greifen. Aber welches Mittel ist eigentlich die bessere Wahl: Ibuprofen oder Paracetamol?
In dieser Folge sprechen wir genau darüber. Wir erklären, wie beide Medikamente wirken, wann welches sinnvoll ist und warum die Entscheidung manchmal gar nicht so eindeutig ist, wie viele denken.
Außerdem schauen wir uns an, was aktuelle Studien dazu sagen, welche Rolle Entzündungen spielen und warum Kinderärzt:innen in vielen Situationen eher zu Ibuprofen greifen. Gleichzeitig sprechen wir aber auch über Sicherheit, Überdosierung und warum bei ganz kleinen Babys eine andere Regel gilt.
Und ein Punkt ist uns dabei besonders wichtig: Wir behandeln keine Zahl auf dem Thermometer – sondern das Kind, das leidet.
Eine Folge voller praktischer Tipps, medizinischer Einordnung und hilfreicher Entscheidungshilfen für den Familienalltag.
✨ Highlights aus der Folge
• Fieber ist kein Feind – es ist Teil der Immunreaktion
• Wir behandeln nicht die Temperatur, sondern das Leiden des Kindes
• Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend
• Paracetamol wirkt vor allem im Gehirn gegen Schmerz und Fieber
• Beide Medikamente sind richtig dosiert sehr sicher
• Bei Überdosierung ist Paracetamol deutlich riskanter
• Für Babys unter 3 Monaten ist nur Paracetamol zugelassen
• Saft ist oft besser dosierbar als Zäpfchen
🕒 Kapitelmarken
(00:00:00) Intro & warum dieses Thema Eltern so beschäftigt
(00:01:00) Ibuprofen oder Paracetamol – warum es dazu so viele Meinungen gibt
(00:02:10) Was ist eigentlich das Therapieziel bei Fieber?
(00:03:00) Warum wir keine Temperatur behandeln
(00:04:00) Wie Paracetamol im Körper wirkt
(00:04:50) Wie Ibuprofen wirkt – und warum es zusätzlich Entzündungen hemmt
(00:05:50) Wann Ibuprofen bei Schmerzen überlegen sein kann
(00:07:00) Was senkt Fieber besser?
(00:08:30) Sicherheit und Nebenwirkungen beider Medikamente
(00:09:30) Überdosierung: Warum Paracetamol riskanter sein kann
(00:11:00) Was bei Babys unter drei Monaten gilt
(00:13:00) Saft oder Zäpfchen – was ist besser?
(00:17:00) Geschmack: Ein unterschätzter Faktor bei Kindern
(00:19:00) Die wichtigsten Punkte im Überblick
(00:20:20) Das wichtigste Prinzip: Das Kind behandeln – nicht die Zahl
(00:21:30) Fragen der Hörer:innen & wie ihr sie stellen könnt
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Dr. D & Dr. Jane
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Transkript anzeigen
00:00:01: Es ist wieder so ein Tag und es ist wieder Podcast-Tagzeit.
00:00:07: Ich hab fast gedacht, wir schaffen's nicht!
00:00:08: Wir kommen nämlich gerade aus Berlin.
00:00:10: Thank you for traveling with Deutsche Bahn.
00:00:13: Das hat mich echt wütend gemacht muss ich tatsächlich sagen.
00:00:17: Wir hatten aber einen richtig schönes Wochenende in Berlin.
00:00:21: Wir haben uns mit unserem Management getroffen, hohlsamen Artist.
00:00:26: Das ist ein Management die fast ausschließlich MedizinerInnen drin haben, dabei haben oder begleiten und unterstützen.
00:00:37: Und es war einfach so schön diese ganzen Menschen kennenzulernen.
00:00:41: Vor allem total befruchtend und weiterbringen.
00:00:44: Das war richtig toll!
00:00:45: Oh ja.
00:00:46: Wo ein Management?
00:00:46: das hört sich jetzt ja total wichtig an.
00:00:49: Ist es?
00:00:49: Ja auch.
00:00:49: Dr.
00:00:50: J
00:00:51: Doktor Di, ist es auch.
00:00:52: Aber worum geht's denn heute?
00:00:55: Und zwar ein Thema was euch sowieso immer super dolle bewegt und zwar sind das das Thema Fieber-und Schmerzen.
00:01:01: Da haben wir tatsächlich wie immer viele Fragen zu bekommen nämlich Was gibt ihr denn jetzt?
00:01:06: Ibuprofen oder Parazitamol?
00:01:10: Es betrifft ja wirklich alle und hier wird euch wahrscheinlich immer mal fragen...was gebe ich denn
00:01:15: jetzt?!
00:01:16: Ibuprofen oder Parazitamol?
00:01:18: seid vielleicht auch ein bisschen verunsichert.
00:01:20: Oder sprecht mit anderen Eltern in, keine Ahnung, WhatsApp-Gruppen oder so.
00:01:25: Jeder hat dazu eine Meinung.
00:01:27: die einen sagen nur Parazita-Mool und die andere sagen Ibuprophen ist doch viel besser.
00:01:33: Und dann kommen die Horrorgeschichten Leber, Niere Asthma oder schwere Infektionen dazu.
00:01:39: Also das Thema Schwereinfektion dazu.
00:01:41: Was sagst du dazu?
00:01:43: Ja, also das ist übrigens auch nicht immer unter Kinder erst so einheitlich gemacht.
00:01:48: Das muss man auch mal ganz klar sagen.
00:01:50: Deswegen gucken wir uns heute mal, ich hab noch mal gesucht in Literatur.
00:01:53: Ich habe ja auch nochmal so einen Research gemacht irgendwie was ich dann jetzt eigentlich von der Evidenz da am besten hab neben den vielen kleinen Arbeiten, von denen es wirklich Hunderte gibt und eine riesige große systematische Übersichtsarbeit mit über zweihundertvierzigtausend Kindern unter zwei Jahren gefunden.
00:02:10: Und da habe ich mir gedacht, na gut, nehmen wir einfach mal die Daten, die ja gefunden haben und die verbinden wir dann einfach mal mit dem was wir hier so seit fünf, dreißig oder fast vierzig Jahren machen.
00:02:19: Nämlich uns klinische Erfahrungen sammeln.
00:02:22: Und letztendlich muss man sagen es gibt natürlich nicht die Antwort wie immer wenn wir irgendwas machen.
00:02:30: Die Antwort gibt's jetzt nicht aber es gibt schon irgendwie für bestimmte Situationen doch dann klar Richtlinien.
00:02:36: Wenn ihr uns bis zum Ende folgt Dann kann ich sagen, ihr solltet dann wirklich wissen was senkt Fieber besser?
00:02:44: Was hilft potenziell besser gegen Schmerzen.
00:02:47: Was ist sicherer und das ist eigentlich jetzt allerwichtigste.
00:02:50: Was bedeutet denn dieses Ganze dann praktisch für dein Kind?
00:02:57: Und fangen wir mal ganz allgemein an oder?
00:03:00: Was wollen wir eigentlich?
00:03:01: also die Frage sich zu stellen?
00:03:02: Was will man eigentlich erreichen mit Paracetamol oder Ibuprofen?
00:03:06: oder besser medizinisch gefragt?
00:03:11: von Paracetamol und Ibuprofen.
00:03:14: Nur Fieber senken?
00:03:15: Nein,
00:03:16: das tragen wir jetzt wirklich schon wie so eine Monstranz vor uns her auch seit Jahren.
00:03:21: Also zumindest nicht allein!
00:03:23: Denn Fieberg ist ja, sagen wir auch immer, kein Feind sondern Fiebers Teil der Immunreaktion.
00:03:29: Und wir sagen ja auch immer Wir behandeln nicht die Zahl auf dem Thermometer Sondern wir behandeln vor allem Das Leiden des Kindes also das Unwohlsein Die Weigerung zur Essen zu trinken.
00:03:39: Also ist das Therapieziel, Schmerzen und Unwohlsein
00:03:44: zu therapieren.
00:03:44: Ja man kann manchmal noch ein bisschen ergänzen, das habe ich gerade nicht gesagt irgendwie.
00:03:48: Manchmal geht es auch um Entzündung.
00:03:51: also wobei wenn man ehrlich ist viele entzündungen mit schmerzen anhergehen.
00:03:55: so weit ist das ein bisschen ähnlich irgendwie.
00:03:57: aber es gibt auch besondere Bereiche da spielt entzünden eine besondere Rolle.
00:04:02: ja genau Das wussten wir irgendwie alle schon so ein bisschen.
00:04:06: Aber wo liegen denn jetzt genau die Unterschiede?
00:04:08: Sind das nicht einfach zwei neue Fieber oder Schmerzsefte?
00:04:14: Nee, und deswegen ist es wirklich wichtig da den Unterschied zu wissen.
00:04:17: Fangen wir mal mit dem Paracetamol an.
00:04:20: Es gibt da wirklich Unterschiede.
00:04:22: Paracethamol wirkt eigentlich überwiegend zentral im Gehirn Es wirkt also vor allem Fieber- und Schmerzsenkend.
00:04:30: Und es wirkt praktisch überhaupt nicht antienzündlich, denn das ist halt ein ganz wichtiger Unterschied.
00:04:36: Ibuprofen wirkt eigentlich ähnlich wie Paracetamol nur noch ein bisschen breiter wenn man so will – jetzt kann ich gar nicht auf die chemischen Details eingehen – aber es wirken auch unterschiedliche Enzyme, die im Bezündungsprozess beteiligt sind.
00:04:49: Deswegen wirkt Ibuprophen schmerz- und fiebersenkend, aber vor allem gut anti-entzündig!
00:04:56: Und warum ist genau das jetzt klinisch relevant?
00:04:59: Ja, es ist deswegen relevant bei manchen Entzündungen ein zentraler Schmerz.
00:05:04: Also im Gehirn der Schmerцmechanismus da ist und da kann Ibuprofen theoretisch überlegen sein.
00:05:11: Klassiker sind also Mittelohr, Mandel- und Halsentzündung aber wo Ibuprophen relativ sicher auch... Prinklinisch praktisch überlegen ist, sind das wenn es so.
00:05:22: Schmerzen sind in Knochen und Muskeln aber zum Beispiel auch bei Zahnung.
00:05:25: Bei Zahnschmerz also bei Zahnung z.B.
00:05:28: entsteht der Schmerz ja auch nicht am Zahnfleisch sondern entsteht ja im Kiefer.
00:05:33: Und hier wirkt Ibuprofen nämlich also Schmerze in Knoten und Muskelen einfach doppelt Weil es wirkt Schmerzlinnet- und Entzündungshemd, vor allem auch in den Zündungsprozessen am Knochen.
00:05:44: Wogegen Paracetamol sozusagen nur eine Endstrecke wirken würde sozusagen am Gehirn, also an den Schmerzezeptoren.
00:05:51: Und deswegen erklärt das auch – und das war zum Beispiel ein Bestandteil dieser Meteranalyse – dass Ioprophäen in den ersten vierundzwanzig Stunden gegenüber Paracethamol so leicht überlegen war.
00:06:05: So leicht überlegt heißt Inertendenz, das heißt ja sicher ist Paracetamol die ersten vierzehn schon nicht wirkt.
00:06:09: aber wenn es darum geht sozusagen die Entzündung nieder zu drücken ist einfach Ibuprofen ein bisschen besser.
00:06:15: und was noch eine Sache ist beispielsweise reine Schmerzen haben, zum Beispiel nur in Holorganen oder so was.
00:06:25: Wenn man z.B.
00:06:26: Bauchschmerzen bei Verstopfung hat, wenn die Kinder sich vor Schmerz weigern den Stuhl durch zu drücken dann würde ich z. B. eher mal Paracetamol einsetzen, wenn das passt.
00:06:36: Aber wie gesagt, ich kann es nur noch mal betonen.
00:06:38: Generell heißt das nicht, dass Paracethamol schlecht ist sondern das heißt einfach nur, dass sie in der Tendenz etwas unterschiedliche Wirkspeck drin haben wo man im Einzelfall ein oder anderen Medikament entscheiden kann.
00:06:52: Weshalb wir generell eher Ibuprofen präferieren, das erzählen wir noch im Spalteren.
00:06:59: Also für Entzündungen ist Ibuprophen einfach ein bisschen besser?
00:07:05: Aber was senkt denn das Fieber besser?
00:07:07: Ja, im Grunde das Gleiche wie auch bei der Schmerztherapie.
00:07:10: Das zeigt auch an dieser Meta-Analyse, dass Ioprophäen in den ersten paar Stunden das vor allem ganz gut macht einfach weil es sozusagen auf mehreren Ebenen wirkt.
00:07:19: also es hemmt zum einen die Entzündung in den Immunzellen aber es hemt halt letztlich irgendwie auch dort Prozesse im Gehirn.
00:07:26: Dass er so praktisch doppelt Bis zu vierundzwanzig Stunden ist das dann immer noch ein bisschen besser, aber nach vierund zwanzig Stunden ist der Effekt beispielsweise auf Fieber und Schmerzen gleich.
00:07:37: Also das kann man wirklich so sagen danach gab es einfach keinen Unterschied.
00:07:41: Und letztendlich muss man natürlich auch wieder darum sagen wenn man jetzt auf Fiber geht beispielsweise ist das ja eigentlich auch ein bisschen egal was ob's ins kleinen Unterschied macht.
00:07:50: bei Klinisch ist das eigentlich deswegen nicht relevant weil es geht uns gar nicht um die reine Temperatursenkung.
00:07:57: Am Ende geht es ja im Wesentlichen darum, dass das Präparat, was wir geben den Schmerz senkt und das Unwohlsein senkt.
00:08:04: Und die Schmerzen beziehungsweise des Unwohlseins wie du sagst?
00:08:08: Wie ist das da?
00:08:09: Ja dann muss man auf jeden Fall sagen, damit der Analyse war E-Profen auch ein bisschen besser also aus dem gleichen Prozess weil es halt sozusagen im ersten Ansatz irgendwie schon wirkt.
00:08:20: Also deswegen ist es halt generell so viele Kinderärzte aus dem Grund, aber wie gesagt auch aus Sicherheitsgründen.
00:08:27: Jetzt gehen wir später noch zu.
00:08:28: eher tatsächlich zur Ibuprofen greifen
00:08:31: und Sicherheit.
00:08:33: genau das ist eigentlich wenn man ehrlich ist dass es eigentlich so der entscheidende Punkt zwischen Parazitamolen und Ibuprophäen wenn es irgendwie um die Anwendbarkeit geht.
00:08:43: also gehen wir mal von aus.
00:08:44: irgendwie beide Präparate werden Dussiert nach Körpergewicht, wird richtig gemacht.
00:08:49: Und sie werden auch in den richtigen Zeitintervallen angewandt also sechs bis acht stündlich dann sind im Grunde beide Präparate gleich sicher und Nebenwirkungen sind generell wirklich selten.
00:08:58: aber wenn ein Präperat zum Beispiel versehentlich überdussiert wird oder das Kind beispielsweise irgendwie Zugriff auf die Flasche hat Und dann mal dran trinkt.
00:09:09: Im Prophen, also Nurophäen, Zitrone schmeckt ja auch nicht so schlecht und der Erdbeersaft oder Orangeschraub ist meistens schmeckt hier auch nicht zu schlecht kann man sein dass sie die kleinen Kinder daran geraten.
00:09:20: Dann ist Überdesierung nicht gleich über Dosierung.
00:09:24: Weil bei Paracetamol gibt es dann echt ein Problem.
00:09:27: weil bei Parasetamool ist das so Dass wenn das abgebaut wird wird das zu lebergiftigen Stoffwechselprodukten umgebaut Und wenn das in einem gewissen Rahmen bleibt, dann wird das ohne Probleme entgiftet.
00:09:42: Aber wenn das Ganze überschreitet ... Dann werden.
00:09:46: diese leber-giftigen Substanzen können die Leber halt stark schädigen und dann kann es tatsächlich, wenn's ganz fies kommt zu einem richtig schweren Lebeversagen kommen.
00:09:57: Das Blöde dabei ist dass es am Anfang gar nicht so die Symptome hat.
00:10:03: Das kommt erst nach mehreren Stunden.
00:10:04: Wir kennen das vor allem bei Jugendlichen Kindern, die Paracetamol in Suizidabsicht nehmen.
00:10:11: Ich
00:10:11: kenne das klinisch aus der Klinik.
00:10:13: Da ist es ja dann schon so, da müssen wir relativ schnell sein und du siehst am Anfang nichts.
00:10:18: Aber schon nach wenigen Stunden fängt an, die Leber zu zerfallen.
00:10:23: Und deswegen hat Paracethamol wenn es richtig überdosiert wird ... Wir nennen das immer eine relativ enge therapeutische Breite
00:10:31: Und Ibuprofen?
00:10:33: Bei Ibuprophenen ist das anders.
00:10:35: Ibuprophenen sind nicht giftig für die Leber, sondern für die Niere und im Unterschied zu Paracetamol ist es selbst wenn das Ibupophene überdosiert ist und es wirkt eigentlich auch durch Blutung der Niere.
00:10:48: Die wird sozusagen kurzfristig vom Blutfluss abgehängt aber deutlich reduziert Vorübergehend zu einem Nierenschaden, aber die Niere erholt sich wieder.
00:11:00: Aber nur wenn das eine moderate Überdosierung
00:11:02: war?
00:11:02: Nein auch bei schwerer Überdosierung ist der Nierenschaden zurück und die Kinder werden dann auffällig.
00:11:10: Also die Kinder den wird übeln, die erbrechen, die haben furchtbare Bauchschmerzen und es ist halt nicht so spät.
00:11:17: Das ist bei Paracetamol anders.
00:11:18: Wenn das Paracenamol dort zu den Symptomen kommt Das heißt, wenn sie lieber zerfallen ist dann ist es zu spät.
00:11:24: Deswegen müssen wir bei den Suizidversuchen ja auch immer alles daran tun auch im Zweifel sozusagen sofort entgiftende Maßnahmen zu machen um das Paracetamol wiederzubinden.
00:11:33: und deswegen gilt Ibuprofen tatsächlich bei Überdisierung als deutlich sicherer als das Parasetamool.
00:11:38: Okay.
00:11:39: Das heißt übrigens, um es mal ganz klar zu sagen auf gar keinen Fall könnt ihr jetzt mit dem Ibuprophen dann um euch schmeißen.
00:11:45: Das ist ja nicht der Punkt irgendwie aber Das ist halt schon ein Grund irgendwie, wenn in so einer hektischen Situation oder wie bei Kindern das immer so ein bisschen eine Situation die es ja nicht... also per Definitionen sind Kinder ja unvorhersehbar.
00:11:58: Das muss man einfach mal so sagen und insoweit fühlt man sich als Kinderarzt etwas wohler, wenn man Ibuprofen geben kann
00:12:06: okay aber können ja nicht alle nehmen.
00:12:09: Wir reden ja über die Kinder unter zwei Jahren, was ist mit Babys unter drei Monaten?
00:12:14: Genau das ist ein bisschen blöd irgendwie weil da ist
00:12:17: im Profiden gar nicht für... die Schmerzunwohlsein und Fiebersenknittherapie zugelassen.
00:12:23: Es gibt unter drei Monaten nur eine einzige Indikation für Ibuprofen, das ist ein Duktusverschluss, den man machen kann.
00:12:31: Das ist diese Geschichte, dass es auf die Gefäße wirkt.
00:12:34: Doch so ist es nicht egal.
00:12:36: Aber klar, Ibuprophen ist offiziell nicht zugelassend für Kinder unter drei Monate vielleicht auch wegen der physiologischen Nierenunreife in den ersten vier Wochen ... Also aus medizinischer Sicht finde ich das nicht ganz nachvollziehbar.
00:12:53: ehrlich gesagt, weil...nein sorry, egal.
00:12:55: Aber Fakt ist es ist nicht zugelassen und insofern können wir Ibuprofen bei Kindern unter drei Monaten nicht anwenden.
00:13:02: So also da nur Parazitamol bis zum dritten Monat nur Paracetamol
00:13:16: Und jetzt nochmal wieder ganz praktisch Saft oder Zäpfchen?
00:13:19: Ja ganz klar Saft wenn's irgendwie geht immer Saft.
00:13:22: Der Saft hat halt den riesen Vorteil, dass du ihn exakt an das Gewicht anpassen kannst.
00:13:28: Also wenn das Kind zwei Kilo mehr wiegt, irgendwie kannst du die Dosierung superguter anpassen.
00:13:33: bei Zäpfchen ist das ja anders.
00:13:35: Aber zäpfeln sind diese festen Sachen.
00:13:36: Aber es gilt noch nicht für die Kinder, also die ganz kleinen Säuglinge.
00:13:44: Die kriegen doch eher Zäfchen!
00:13:45: Anstatt Saft.
00:13:47: Oder versuchst du da auch
00:13:48: schon Saft?
00:13:48: Ich versuche ehrlich gesagt so früh wie möglich.
00:13:50: Was heißt
00:13:51: denn so früh, wie möglich?
00:13:52: Na ja ich würde im Grunde den die Eltern fragen irgendwie wenn also in der Regel fange ich dann nicht vor was ich fünf, sechs Monaten mit Saft an.
00:14:00: Genau.
00:14:01: Das muss man schon sagen.
00:14:02: aber das hängt einfach damit zusammen irgendwie dass die Kinder am Anfang ja noch so viel ausspucken also sie spucken das ja nicht so gerne und so ein Säugling ist dann immer eher geneigt Dinge die er nicht kennt wieder auszuspucken.
00:14:14: deswegen sind bei Zäpfchen wenn es dann im Po vergleichsweise oder vermeintlich sicherer aber auch einen Zäffchen kann ja wieder herauskommen.
00:14:22: Also insofern finde ich Saft immer besser ist halt auch den Vorteil, dass es übrigens schneller aufgenommen wird.
00:14:30: Auch schneller und sicherer aufgenommen.
00:14:31: Bei Zäpfchen irgendwie hast du immer das Problem, je nachdem wie weit das Zäpfchen drinsteckt, wie schnell und parallel sozusagen aufgenommen würde.
00:14:39: Das ist auch bei Cortison zum Beispiel, das gleiche Problem.
00:14:43: Also Särfte sind besser anpassbar ans Gewicht und werden besser vom Darm aufgenommen.
00:14:47: Und diese Geschichte ist natürlich besonders wichtig bei Paracetamol.
00:14:51: Ja genau.
00:14:51: Wo dann tatsächlich die Dosierung, Sprüngeverdreifers hoch sein können.
00:14:58: Und es gibt ja manchmal so diese Geschichte und dann hast du Kinder an diesem Grenzgewicht.
00:15:02: Also hast du zum Beispiel, nehmen wir mal so ein Säugling, also eigentlich vier Monate der wiegt dann sieben Komma fünf Kilo.
00:15:12: oder nehmen wir oder sieben oder acht irgendwas in dem Bereich.
00:15:16: Dann hast du, wenn du Paracetamol geben willst.
00:15:18: Aber es sind schon mal vier Monate.
00:15:19: Wir sind beim dreimunderte Altenkind.
00:15:22: Das wiegt jetzt sieben Kilo.
00:15:24: Ganz schön schwer!
00:15:25: Aber egal... dann hast du bei Paracethamol mit seventy-fünf Milligramm eine Dosierung die am unteren Normbereich ist weil eigentlich soll zu den Jahren irgendwie mit zwölf bis fünfzehn Milligrammen dosieren und
00:15:38: pro Kilogramm.
00:15:39: Also zu niedrig?
00:15:39: Und bei Ibuprofen würde er eigentlich passen.
00:15:43: Wenn du bei Pazia de Mola das Zäpfchen nehmen willst, ist es wieder für sieben Kilo zu schwer.
00:15:48: Deswegen wäre in der Situation Saft das Beste.
00:15:51: oder du nimmst halt das seventy-fünfzebige Zäppchen aber wenn's noch nicht drei Monate alt ist dann gehts nicht und das ist alles ein bisschen schwieriger.
00:15:57: Sobald es Saft halt immer besser.
00:15:59: Aber Zäffchen haben ja auch Vorteile!
00:16:01: Völlig richtig.
00:16:03: Deswegen muss man halt immer, hat mir vorhin schon gesagt es gibt nicht die eine Lösung.
00:16:06: mal guckt sich halt die Situation an.
00:16:09: Zäpfchen haben natürlich Vorteile wenn die Kinder erbrechen Wenn sie Trinkverweigerung aufweisen Wenn ihr nachts nicht unbedingt das Kind jetzt irgendwie wenn es sowieso das alles nicht mag Wecken wollt damit ist das dringt und wenn es zum Beispiel starke Stuckbeschwerden hat.
00:16:25: Also der das neunzehn Monate alte kind irgendwie dass starker Halsschmerzen hat Das lässt sich nicht so einfach einen Saft einflößen.
00:16:37: Aber wie gesagt, Zäfchen haben das Problem.
00:16:39: die Aufnahmen im Darm ist variabler Die Dosierungen sind fest.
00:16:44: Du hast halt dieses fünfundsiebzig und hundertfünfzwanzig Dabei berufieren auch Hundertfünftig.
00:16:49: Bei Parazynologien geht es dann weiter mit zwehundfünfzig und dann fünfhunderte.
00:16:53: Also deswegen ist das relativ fix Und da sind, wie gesagt die gewichtsgenauen Anpassungen manchmal schwierig.
00:16:59: Dann hast du natürlich auch noch das Problem genau, wie wir erbrechen von Saft ... Wenn Du Durchfall hast, weiß ich zum Beispiel so eine relativ ausgeprägte Magen-Darm-Erkrankung mit starken Schmerzen, der will zum Kind ja auch die Schmerz nehmen.
00:17:12: Da kannst du im Grunde kein Zäpfchen reinstecken oder musst Du Saft nehmen.
00:17:16: Das ist ja auch kein Problem weil der Durchfall kommt in der Regel aus dem Dickdarm Und der Saft wird ja im Dünndarm wesentlichen aufgenommen.
00:17:24: Das heißt, bevor es dann zum Durchfall kommt ist das Präparat schon aufgenommen!
00:17:28: Okay aber hier können wir gleich nochmal so einen kleinen Praxis-Hack machen und zwar wie rumstecken wir denn das Zählchen rein?
00:17:37: Ehrlich gesagt habe ich es früher immer falsch gemacht.
00:17:39: Ja, das stimmt.
00:17:40: Wir müssen mit der stumpfen Seite zuerst dran spielen.
00:17:41: Also nicht mit der Spitze wie man so schön denkt sondern mit der stumpfen Seite zu erst rein.
00:17:46: aber das habt ihr sicher schon mal auf dem ein oder anderen Kanal gehört.
00:17:49: Ich glaube dass wird auch Instagram irgendwie so hoch und runter gehängt.
00:17:52: Genau ist gar kein Haken
00:17:55: mehr.
00:17:56: Aber der Geschmack also der unterschätzte Faktor Geschmacks.
00:18:00: Das klingt jetzt erstmal banal Echt nicht.
00:18:03: Bei vier Kindern kann ich das wirklich sagen, ein Medikament wirkt wie du gesagt hast ja nur dann wenn es auch irgendwie genommen wird und manche Kinder verweigern das ein oder andere.
00:18:16: Und da sind wir wieder beim Vorteil für Ibuprofen, wenn man bei Saft ist.
00:18:20: Ibuprophen schmeckt deutlich besser als Paracetamol.
00:18:23: Also ich weiß nicht ob das mal... ihr könnt jetzt mal probieren wie es schmeckt.
00:18:26: Das Paracedamol schmeckt echt ein bisschen eklig, fast wie ein Antibiotikum und insoweit Ibuprophen oder insbesondere bestimmte Ibuporphenen.
00:18:37: Doch hier darfst du das sagen?
00:18:38: Darf ich das sagen!
00:18:39: Die Nurophensachen zum Beispiel die schmecken echt gut.
00:18:42: Also muss man echt sagen, ich kenne fast keine Kinder irgendwie den Geschmack von Neurofen ablehnen.
00:18:50: Aber auch die Generiker, also Ibuprofen-Saft und so, die schmecken eigentlich relativ gut.
00:18:54: Und insoweit ist das natürlich wichtig dass dieses Präparator akzeptiert wird.
00:19:02: Also Ibuprophen oder Paracetamol Saft oder Zäpfchen sind jetzt keine Glaubensfrage?
00:19:09: Ganz genau.
00:19:10: Ich fasse noch mal für euch jetzt die allerwichtigsten Punkte zusammen, also Fakt ist bis drei Monate gibt es nur Paracetamol schlicht weil Ibuprofen für ganz junge Säuglinge nicht zugelassen ist.
00:19:22: dann Ibuprophen wirkt eigentlich in allen Qualitäten in den ersten vierundzwanzig Stunden ein bisschen besser tendenziell.
00:19:32: Es wirkt zusätzlich anti-entzündlich.
00:19:35: Das ist für manche Erkrankungen ein riesen Vorteil, durch mal ich sagen.
00:19:39: Breite Präparate sind richtig eingesetzt sicher aber wenn Fehler passiert, sei es nun auf Elternseite, andere Geschwister zum Beispiel haben sie noch das z.B.
00:19:48: das Zerpfchen sieht da nicht genauso aus wie das Femm-Siebziger zum Beispiel dann ist Paracetamol von Seiten der Nebenwirkung deutlich riskanter.
00:19:57: Saft ist immer zu bevorzugt, wenn die Kinder das nehmen weil Es letztendlich eine bessere Dosierung erlaubt und auch besser unsicherer in der Dosierung, die du gibst aufgenommen wird.
00:20:09: Das ist einfach zielgenauer.
00:20:11: Und dann ist natürlich auch noch der Geschmack wichtig weil die Kinder müssen das wenn es auf gibt's zumindest den Saft natürlich auch tolerieren.
00:20:19: Okay aber zum Abschluss nochmal dass aller aller allerwichtigste Wir behandeln keine Zahl auf dem Thermometer sondern wir behandeln ein Kind das sich unwohl fühlt schlapp ist und abgeschlagen ist, und Schmerzen hat.
00:20:36: Und deswegen dann natürlich auch leidet.
00:20:39: Und vor allem ganz wichtig das Essen- und Trinkenverweigert nur das behandelt wir also nicht die Zahl auf dem Thermometer, auch wenn da eine Vierzig steht.
00:20:48: Richtig?
00:20:49: Genau!
00:20:50: Das kann man glaube ich nicht oft genug betonen.
00:20:52: irgendwie weil dazu sage ich immer Leute überlegt euch die Immunzellen Die müssen irgendetwas zum Arbeiten haben, die müssen selber etwas haben damit ihr Stoffwechsel funktioniert.
00:21:01: Dafür brauchen sie Nährstoffe.
00:21:03: Das sind nicht nur Wasser oder so was sondern sie brauchen Nährstoffe.
00:21:06: Es heißt also Essen und Trinken sind unbedingte Voraussetzungen für das Heilendes Organismus.
00:21:13: Also Fiebersenken zB ist fast uninteressant.
00:21:17: Essen und trinken ist das A und O und das muss man behandeln.
00:21:21: wenn sich Kinder aus Unwohner sein fühlen das Ganze verweigern
00:21:26: Okay.
00:21:27: Gut, dann würde ich sagen eins war uns heute zum Abschluss noch total wichtig und zwar... Sagen wir am Ende des Podcasts immer, schickt uns gerne eure Fragen entweder als E-Mail oder setzt einen Kommentar da wo auch immer ihr das hört.
00:21:41: Sollt ihr auch gerne weitermachen?
00:21:43: Jetzt guckst du mich ganz mit grösseren Augen an!
00:21:46: Eigentlich hast du mir letzte Woche geschrieben.
00:21:48: also das geht so nicht, dass dürfen wir nicht mehr sagen weil wir nämlich zunehmend wirklich lange lange lange E-mails kriegen mit zu richtigen Verläufen, Krankheitsverläufen und so weiter.
00:22:00: Das artet eigentlich schon... das wäre eigentlich fast eine Videosprechstunde muss man ganz ehrlich sagen.
00:22:04: Das ist eine Videosprechtunde.
00:22:05: Teilweise
00:22:05: sind es Fragen die sehr lang und vor allem also ich will ja gerne alle Fragen beantworten aber zu manchen Dingen muss man dann wenn die Komplexe sind Rückfragen stellen.
00:22:16: Ja genau.
00:22:17: Und das geht halt nicht irgendwie in so einem...
00:22:19: Genau!
00:22:19: Also kurze Fragen beantworten wir euch auch bei E-Mail.
00:22:22: Aber Ihr könnt uns auch eure langen E-Mails schreiben und die vielen Fragen, die ihr dann dazu habt innerhalb eures Krankheitsverlaufes oder das eures Kindes.
00:22:31: Und wir sammeln diese Fragen und bringen das
00:22:34: als Podcastfolge.
00:22:35: Genau!
00:22:35: Das können wir
00:22:35: machen.
00:22:36: Das habe ich mir nämlich überlegt.
00:22:37: also schickt uns gerne weiterhin eure Fragen wenn sie kurz sind kriegt ihr eine Antwort, die wir halt schnell machen können.
00:22:44: aber
00:22:45: schickt uns auch die langen Fragen, die ihr habt wo ihr ein bisschen mehr beschreibt.
00:22:49: Dann
00:22:50: machen wir eine Podcast-Folge und dann können wir da ganz genau drauf eingehen oder ... Ihr kommt mit.
00:22:55: Alternativ
00:22:56: könnt ihr auch noch mal machen.
00:22:57: also zumindest dass ihr wisst das es die Möglichkeit gibt.
00:22:59: Ach so ja!
00:23:00: Man kann über die Pelikos Website auch.
00:23:03: ne Beratung muss man eigentlich denn buchen.
00:23:06: Genau.
00:23:06: Die dort auf die Website.
00:23:07: Genau wenn ihr auf der Website gehen und wenn ihr halt zeitnah in der Beantwortung einer komplexeren Frage möchtet, dann hättet ihr dort zumindest die Möglichkeit.
00:23:15: Ganz genau, wir führen natürlich beide Elternberatungen durch Dr.
00:23:18: Di im Rahmen der kindermedizinischen Elternberatung und ich mache das Ganze im Rahmen.
00:23:30: Also das noch mal dazu, aber es heißt nicht.
00:23:32: Ihr sollt uns nichts mehr schicken und unbedingt schickt uns und kommentiert!
00:23:36: Wir freuen uns sehr darüber und was wir ganz dringend von euch brauchen ist eure Wenn euch die Podcast-Folge gefallen hat auch fünf Sterne Bewertung.
00:23:45: Und damit wenn ihr den podcast hört wer kommt immer mittwochs vielleicht hört er ihn ja mit Fuß dann wünschen wir euch eine schöne
00:23:52: restwoche und
00:23:54: tschüss.
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