Sprachentwicklung verstehen: Wann Kinder sprechen – und wann nicht
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele Eltern bewegt – und oft verunsichert: Sprachentwicklung bei Kindern.
Wir schauen gemeinsam darauf, wie Sprache sich entwickelt, warum jedes Kind sein eigenes Tempo hat und weshalb Vergleiche mit anderen Kindern selten hilfreich sind. Dabei sprechen wir auch über Erwartungen von außen, gut gemeinte Kommentare – und die Frage, wann Abwarten sinnvoll ist und wann Unterstützung wichtig wird.
Uns ist wichtig, ein realistisches Bild zu vermitteln: Sprachentwicklung ist kein linearer Prozess und keine Checkliste. Sie entsteht im Zusammenspiel aus Beziehung, Alltag, Vorbildern und Reife – nicht durch Druck oder ständiges Korrigieren.
Diese Folge soll dir Orientierung geben, Sicherheit vermitteln und dir helfen, dein Kind in seiner sprachlichen Entwicklung entspannt und aufmerksam zu begleiten.
🌟 Highlights der Folge
Wie Sprachentwicklung wirklich abläuft
Warum jedes Kind sein eigenes Tempo hat
Typische Meilensteine – ohne starre Erwartungen
Der Einfluss von Beziehung, Alltag und Vorbildfunktion
Warum Vergleiche und Druck eher blockieren
Wann Abwarten sinnvoll ist
Wann genau es hilfreich sein kann, Unterstützung dazuzuholen
Was Eltern konkret im Alltag tun können – und was nicht nötig ist
⏱️ Kapitelmarken
- 🎧 (00:00:00) Einstieg: Warum Sprachentwicklung so verunsichert
- 🎧 (00:02:30) Was Sprachentwicklung eigentlich bedeutet
- 🎧 (00:05:40) Große Unterschiede – und warum das normal ist
- 🎧 (00:09:20) Typische Erwartungen & Vergleiche
- 🎧 (00:13:10) Was Kinder wirklich fürs Sprechen brauchen
- 🎧 (00:17:30) Rolle der Eltern im Alltag
- 🎧 (00:22:00) Wann Abwarten sinnvoll ist
- 🎧 (00:26:10) Wann Unterstützung helfen kann
- 🎧 (00:30:00) Was Eltern entlasten darf
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Liebste Grüße
Dr. D & Dr. Jane
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, Dr.Di, zu einer neuen Podcast-Folge.
00:00:03: Wir sitzen mal wieder sonntags auf dem Sofa, uns gegenüber, im schlaber Jogginglook.
00:00:10: Aber ich sitze auf dem tollen
00:00:13: Ohrenwessel.
00:00:14: Ja, genau.
00:00:15: Ganz
00:00:15: entsprechend meines Alters.
00:00:17: Aber er ist nicht braun, sondern gelb.
00:00:18: Ja, ich denke die ganze Zeit schon über ein Videopodcast nach.
00:00:22: Könnt ihr uns ja mal schreiben, wie ihr das finden würdet.
00:00:24: Wie würdest du das finden, wenn ich jetzt hier Kameras aufbaue?
00:00:28: Eigentlich wär's besser, weil wir dann ... Weil wir dann einfach das auf Instagram noch mehr teilen können, ne?
00:00:33: Ich glaube, ja, ich glaube, das ist besser.
00:00:35: Aber hey, ist halt technisch viel aufwendiger.
00:00:38: Jetzt machen wir es so.
00:00:39: Jetzt machen wir es so.
00:00:40: Es geht ja mit Inhalt.
00:00:41: Am Ende des Tages, ganz ehrlich, sei doch mal ehrlich, guckt ihr euch wirklich die Podcast an oder hört ihr sie?
00:00:47: Ich höre sie ja immer nur.
00:00:48: Na ja, könnt ihr mal Bescheid geben.
00:00:49: Also, heute sind wir zu einem Thema gekommen und ihr wisst ja, wir haben überhaupt keinen Redaktionsplan oder so, ich weiß, hätte man haben, müsste man haben, aber wir gehen eigentlich immer ziemlich spontan auf eure Fragen auch ein und du hast glaube ich irgendwann letzte Woche ein.
00:01:09: eine Frage beantwortet zur Sprachentwicklung.
00:01:11: Das war bilinguale Entwicklung?
00:01:13: Ja, es ging allgemein zur Sprachentwicklung und dann kamen so viele Fragen.
00:01:17: Bilinguale
00:01:18: Erziehungen zur
00:01:19: Entwicklung.
00:01:19: Genau, es kamen viele Fragen zur Sprachentwicklung und wir gerade zu diesem Punkt, was muss bei der U-Sieben, also mit zwei Jahren oder sieben Haaren, gekonnt werden?
00:01:27: und wie ist das eigentlich, wenn Kinder mehrsprachig aufwachsen?
00:01:30: Und da hab ich gedacht, das ist doch mal ein Thema für ein Podcast.
00:01:33: Ihr habt uns überschüttet mit
00:01:35: Fragen.
00:01:35: Genau, dann können wir das einfach alles mal ein für alle abhaken und alle Fragen sind geklärt.
00:01:40: Genau, und es waren so Fragen so, spreche ich genug mit meinem Kind, sprecht mein Kind genug?
00:01:47: Wer beurteilt das?
00:01:48: Wer bewertet das?
00:01:48: Und vor allem, wann ist etwas normal?
00:01:51: Und wann sollte man, zum Beispiel du hast es gerade gesagt, U-seven-A genauer hinschauen?
00:01:56: Also.
00:01:57: Wir klären auch, ob Mehrsprachigkeit ein Problem ist.
00:02:01: Diese Frage kam nämlich auch häufiger, ne?
00:02:07: Genau.
00:02:08: Und genau um diese Punkte geht es heute.
00:02:10: Es geht vor allem darum, jetzt echt vor allem keinen Druck zu machen, weil das machen sich die Eltern echt schon selber.
00:02:15: Das merke ich ja immer bei den ganzen Vorsorgeuntersuchungen.
00:02:18: Es geht einfach darum, jetzt Sicherheit zu geben.
00:02:20: Denn, also ganz ehrlich, Sprachentwicklung ist wirklich kein Wettlauf.
00:02:24: Sie ist kein Vergleichsprojekt.
00:02:26: Sondern sie ist ein ganz, ganz individueller Weg.
00:02:29: Und die Aufgabe der Kinderärztes, also auch meine, ist es, den Weg zu begleiten und vor allem die normale Bandbreite bei jedem Kind zu erkennen und vor allem nur dort zu handeln, wo ein Kind wirklich Unterstützung braucht.
00:02:41: Ja, du hast es gerade schon gesagt, die Vorsorgeuntersuchung, dann lass uns doch heute mal diesen Weg entlang gehen.
00:02:47: Und wir haben ja auch so eine kleine, so ein bisschen Erfahrung haben wir ja auch in Meersprariger.
00:02:55: Erziehung, nicht Erziehung, sondern Aufwachsen.
00:02:58: Aber können wir ja nachher noch mal drauf eingehen.
00:03:01: Oder kann ich ja gleich sagen, unser Sohn ist mit vier Jahren in den dänischen Kindergarten gekommen und wurde da.
00:03:08: Also wir haben keinen dänischen Hintergrund und da wird halt nur dänisch gesprochen.
00:03:13: Komplett, also komplette Schulzeit und auch Abitur über das dänische System gekommen, gegangen und spricht perfekt dänisch.
00:03:22: Aber es ist echt eine komische Sprache.
00:03:24: Ich kann es immer noch nicht, obwohl wir hier nur zwei Kilometer von der Grenze wegwohnen.
00:03:28: Ich kann den nicht
00:03:29: sprechen.
00:03:29: Genau, ich habe sogar einen Bachelor in dänisch.
00:03:32: Liebe Grüße, hören Sie wahrscheinlich nicht, gehen an meinem Professor mit ihrer unfassbaren Geduld.
00:03:37: Aber ich war auch fleißig, muss man sagen.
00:03:39: Ich liebe... die dänische Sprache und ich liebe vor allen Dingen die dänische Kultur.
00:03:44: Aber da habe ich mir nämlich damals all diese Gedanken nämlich auch gemacht.
00:03:48: Ich weiß gar nicht, du auch ein bisschen, ne?
00:03:50: Wie machen wir es zu Hause?
00:03:51: Soll ich jetzt auch dänisch sprechen?
00:03:53: Wie auch immer.
00:03:54: Aber wir gehen jetzt einfach mal entlang den Vorsorgeuntersuchungen.
00:03:58: Also das, was ihr auch, ne?
00:03:59: Ihr kennt ja alle das gelbe U-Heft, was ihr da habt und also von Geburt bis etwa zum ersten Geburtstag.
00:04:07: Genau,
00:04:07: oder?
00:04:08: Naja, wir gucken uns das schon an irgendwie, wie es bei den kinderärztlichen Vor- und Untersuchungen gemacht wird.
00:04:13: Also durchaus die Sprechentwicklungs-Berotteilung.
00:04:16: Er folgt ja auf jeden Fall bis zu U-neuen sogar, bis zum
00:04:20: fünften Lebensjahr.
00:04:21: Aber bevor wir jetzt irgendwie da wirklich ganz praktisch anhand der Vor- und Untersuchung langgehen, also was mache ich eigentlich als Kinderarzt, sind mir zwei Sachen nochmal ganz wichtig.
00:04:33: Also bevor wir jetzt irgendwie über Zahlen, Wörter, Sätze und so weiter sprechen, Also erstens ganz wichtig, Sprache ist mehr als Sprechen.
00:04:43: Sprache ist Beziehung, Sprache ist Kommunikation und auch Blickkontakt um Gesten und vor allem auch Interesse an Menschen.
00:04:50: Ein Kind kann echt wenig Wörter haben und trotzdem kommunikativ schon sehr weit und stark entwickelt sein.
00:04:57: Und ein Kind kann auch schon ganz viele Wörter sprechen und trotzdem Schwierigkeiten in der Kommunikation haben.
00:05:04: Das ist erst mal für viele Eltern wahrscheinlich überraschend, würde ich
00:05:07: sagen.
00:05:07: Ja, klar.
00:05:09: Weil wir oft nur zählen.
00:05:11: Das ist vergleichbar.
00:05:13: Wie viele Wörter spricht das?
00:05:15: Aber wir sollten uns immer fragen, das mache ich auch immer in den Vorsorgung.
00:05:19: Wie reagiert das Kind auf mich, sucht das Kontakt, will es mir etwas mitteilen?
00:05:23: Und diese Dinge sind gerade in den ... ersten Vorsorgeuntersuchung, sagen wir mal, so bis zwei, drei Jahre, auf wichtiger als die exakte Wurzahl.
00:05:32: Und zweitens, auch das ist extrem wichtig und muss bei jeder Vorsorgeuntersuchung immer gut abge... fragt werden und auch abgetestet werden, hören.
00:05:42: Hören kommt immer vor Sprache.
00:05:45: Denn wenn ein Kind schlecht hört, dann kann es natürlich auch die Sprache nicht gut lernen.
00:05:49: Und deshalb ist zum Beispiel auch dieses Hörskrieg am Anfang so zentral.
00:05:53: Und auch später, wenn wir halt in den weiteren Beurteilungen schauen, ist jede Unsicherheit, die wir für das Hören wahrnehmen, immer ernst zu nehmen.
00:06:05: Aber dann lass uns doch jetzt mal ganz konkret starten.
00:06:08: bei U-I und U-II, also kurz nach der Geburt.
00:06:12: Denkt man ja irgendwie noch gar nicht an Sprache.
00:06:15: Und auch mit vier, sechs Wochen sprechen die Kinder doch noch nicht.
00:06:19: Na ja, klar, das stimmt natürlich.
00:06:20: Aber trotzdem sind hier natürlich schon die Grundlagen gelegt.
00:06:24: Also schon bei der U-I und U-II schauen wir halt, wie ist eigentlich der neurologische Zustand?
00:06:28: Wie reagiert das Kind, wie ist der Muskeltonus?
00:06:31: Das sind alles Dinge, die später Einfluss auf die Entwicklung haben können.
00:06:34: Ja, auch auf die Sprachentwicklung.
00:06:35: Genau.
00:06:36: Und dann bei der U-II und aber auch bei der U-III kommt was ganz Entscheidendes.
00:06:41: vor allem erst mal bei der U-Zwei das Neugeborenen-Hörscreening, das jedes Kind in Deutschland kriegen soll.
00:06:47: Da haben wir heute eine Frage dazu bekommen, ob man das wirklich machen muss.
00:06:51: Würde ich unbedingt raten.
00:06:52: Müssten du dir natürlich gar nix?
00:06:54: Genau, würde ich unbedingt raten, um wie das das ist.
00:06:56: Macht das so?
00:06:56: Weil wenn das auffällig ist von Anfang an, dann muss es auf jeden Fall kontrolliert werden, denn bei etwa einem bis zwei Prozent der Kinder ist es tatsächlich so, dass das Hören von Anfang an vermindert ist.
00:07:09: Die können top sein, können schlicht höheren.
00:07:10: Also eine Fehlanlage im Innenohr oder was auch immer.
00:07:13: Wobei auch hier ganz klar zu sagen ist, dass am Anfang, gerade bei der U-Zwei, man gleich tot umfallen muss, wenn das Hörscreening auffällig ist, weil da ist es häufig verändert, weil zum Beispiel noch Fruchtwasser im Ohr ist.
00:07:23: Das kommt ja jetzt auch.
00:07:24: Dann wird das halt zu U-Drei wiederholt oder halt schon vorher wiederholt.
00:07:28: Aber es muss auf jeden Fall so lange getestet werden, sozusagen, bis das Hörscreening ganz klar, entweder nicht pathologisch, also normal ist oder normal.
00:07:39: Du hast gerade gesagt, bei ein bis zwei Prozent bei den anderen ist es doch dann unauffällig und dann ist doch alles gut, oder?
00:07:45: Könnte man denken?
00:07:46: Genau, könnte man denken, aber das ist bei Weitem nicht so.
00:07:49: Das ist nur ein kleiner Startpunkt, aber auf gar keinen Fall eine lebenslange Garantie.
00:07:53: Denn es gibt natürlich auch später noch Probleme, also Mittelohrprobleme, Pauken, Ergüsse oder auch Infekte, die das hören, beeinflussen können.
00:08:01: Und deswegen frage ich auch immer wieder, also auch mal bei der U-Drei nach, reagiert dein Kind auf Geräusche, auf Namen, auf Sprache.
00:08:08: Also kann das erst mal so ganz offensichtlich hören.
00:08:12: Vom dritten Monat bis zum ersten Geburtstag, wonach schaust du dann konkret?
00:08:16: Also wenn
00:08:17: wir jetzt bei der U-IV bis
00:08:18: U-VI.
00:08:19: Genau, da ist natürlich jetzt die Kommunikation erst mal noch rudimentär, also sie ist doch nicht so, wie wir das eigentlich kennen mit Worten.
00:08:26: Das heißt also, da gucke ich vor allem bei drei Monaten, das ist mal eine ganze zu viel.
00:08:31: super tolle Untersuchung, weil da lächeln die Kinder immer nur, ist meine Lieblingsuntersuchung ehrlich gesagt.
00:08:36: Genau, ich mag die total gerne.
00:08:37: Weil das ist einfach super, das macht richtig Spaß.
00:08:40: Und da gucke ich halt vor allem auf sogar die sogenannte soziale Resonanz.
00:08:45: Das halt lächelt das Kind, wenn ich es anspreche.
00:08:48: Das machen die immer.
00:08:49: Ein Kind, das letztendlich bei Dialogen, also wenn ich mit denen spreche oder auch Blickkontakt aufnehmen.
00:08:56: Wenn die nicht reagieren, dann ist das zunächst mal pathologisch.
00:09:00: Nur das Baby das zurücklächelt und antwortet, das zeigt mir tatsächlich schon eine frühe Kommunikation.
00:09:05: Und wenn ein Kind wirklich, sagen wir mal, bei der U mit drei Monaten auf mich schwer erreichbar wirkt oder kaum auf meine Stimme oder mein Gesicht reagiert, ist das für mich ein echtes Alarmzeichen.
00:09:20: Also ich habe in der Situation schon einige Kinder rausgefischt, die allein das nicht gemacht haben und die hinterher tatsächlich leider schwere Erkrankungen haben.
00:09:29: Was machst du dann?
00:09:32: Dann würde ich auf jeden Fall erst mal das Höhe an Testen, nochmal Hörscreening und auch zum Hannover beweisen, aber dann halt auch tatsächlich auf Systemerkrankungen gucken.
00:09:41: Also viele Kinder zum Beispiel, die haben Stoffwechselerkrankungen, die haben auch dann häufig auch neurologische Auffälligkeiten.
00:09:46: Ich gucke mal, es geht dann noch genauer an.
00:09:48: Ich hatte auch ein Kind beispielsweise, das hat Krampfernfälle gehabt, also es hat ein Dauer, BNS-Anfälle gehabt beispielsweise.
00:09:56: Also das waren wirklich Kinder, die das nicht machen.
00:09:58: zur U-IV, weil da kann man das auch als Arzt schon gut beurteilen oder auch als Ärztin, wie halt die soziale Kontaktaufnahme ist.
00:10:06: Und wenn das nicht passiert, ist das ein absolutes, absoluter Red Flag oder rote Fahne, Alarmzeichen, wie auch immer du das sehen willst.
00:10:14: Okay, dann U-Fünf.
00:10:15: Also da sind wir bei sechs bis sieben Monaten.
00:10:18: Genau.
00:10:18: Da wird das alles jetzt schon so ein bisschen kommunikativer, also mit sechs, sechs, sieben Monaten ungefähr.
00:10:23: Da erwarten wir dieses typische Baby-Lall.
00:10:25: Dieses typischen ba-ba-ba da, da, da, laute.
00:10:28: Und da ist es halt so, das sind ja Stimmen sozusagen Laute, die aus den Babys sozusagen spontan rauskommen.
00:10:36: Also die werden spontan produziert, so wie das mit den motorischen Bewegungen auch so ist.
00:10:41: Die Kinder üben sozusagen dann damit und selektionieren dann sozusagen die Sachen, die für sie sinnvoll sind.
00:10:48: Und wenn so ein Baby in dem Moment noch gar nicht leilt, dann ist das immer ein Signal richtig hinzuschauen, vor allem in Richtung Hören.
00:10:57: Das funktioniert genau.
00:10:58: Dann kommen wir mal weiter zu Vorsorgeuntersuchungen U-Sex.
00:11:02: Also da sind die Kinder zehn bis zwölf Monate.
00:11:05: Da sagen ja, das hörst du wahrscheinlich auch häufig.
00:11:09: Er oder sie spricht noch gar kein Wort.
00:11:12: Ja, das kommt tatsächlich vor und das ist meistens auch okay, wenn die sonstige Entwicklung all das entsprechend ist.
00:11:19: Ich frage zwar immer nach Wörtern und ich frage vor allem immer nach Verdopplung von Silben, die vielleicht auch schon so zielgerichtet sind wie Mama oder Papa oder auch Wauwau oder sowas.
00:11:29: Das werden den Kindern natürlich, wird das von den Eltern immer versucht, hoffe ich den Kindern beizubringen.
00:11:34: Und nicht selten ist das so, dass die Kinder das auch schon können.
00:11:38: Aber sie müssen es nicht können.
00:11:40: Wie wichtiger ist beispielsweise, dass euer Kind auf seinen Namen reagiert.
00:11:45: Das sollte es schon machen tatsächlich.
00:11:47: Oder dass es zum Beispiel Kommunikation aufnimmt, indem es etwas zeigt.
00:11:52: Indem es sozusagen designalisiert, hier ... guck mal hier, was ich jetzt hier gesehen habe, ob es wegen oder ob es beispielsweise auch auf die Zukunft und wenn es irgendwas ganz toll findet, dass es das mit dir teilt.
00:12:03: Also dieses Zeigen ist tatsächlich ein Riesenmeilenstein und es zeigt halt, dass das Kind kommunizieren will, es will Kontakt aufnehmen.
00:12:11: Es sagt dir, guck mal hier, das ist wichtig für mich und vielleicht auch für dich, das ist sozusagen der erste richtige Austausch.
00:12:19: wenn so ein Kind das gar nicht macht.
00:12:20: Also ich teste das auch immer beim Spielen zum Beispiel.
00:12:23: Dass ich mit den Kindern tatsächlich irgendwie dort spiele, denen halt irgendwie was in die Hand gebe oder halt auch gestikuliere, dass sie mir das wiedergebe soll.
00:12:30: Das funktioniert häufig auch ganz gut tatsächlich.
00:12:33: Also wenn sie das nicht machen oder beispielsweise überhaupt keinen Blickkontakt haben und auch nicht auf Ansprache oder sowas reagieren, dann zeig das für mich nur irgendwie, dass sie kein Interesse am sozialen Austausch haben.
00:12:43: Und das ist zunächst mal pathologisch und würde ... Da würde ich tatsächlich auch dann Diagnostik anstreben.
00:12:50: Erst mal hören, aber auch dann auch weitere klinische Untersuchungen.
00:12:53: Finde ich noch irgendwas.
00:12:55: Und dann kommt die U-Sieben.
00:12:59: Lieblings-Uhr-Untersuchung.
00:13:00: Genau,
00:13:00: das ist der Entgegner aller Kinderärzte und Kinderärzte.
00:13:05: Weil die Kinder sind da sehr zurückhaltend.
00:13:09: Weil wir haben bisher dann immer nur kennengelernt, also bewusst kennengelernt als jemand, der immer nur peaks oder dann sind sie da, weil sie mal ständig krank sind und ich ihnen die Ohren in den Hals gucken muss.
00:13:19: Das ist einfach nicht so toll.
00:13:20: Also insofern ist diese Untersuchung schon so ein bisschen schwierig.
00:13:24: Ja,
00:13:24: also bis hier sollte ja die Sprache ja schon ... so richtig sicht und hörbar sein, oder?
00:13:31: Das ist richtig.
00:13:32: Das
00:13:32: ist der Termin,
00:13:33: wo alle Eltern ein bisschen nervöser werden.
00:13:35: Genau, weil hier ist es tatsächlich so, dass die Kinder sprechen sollten, also zumindest ein paar Wörter, und auch in Kombination, weil zweijährige Kinder können auch verstehen.
00:13:46: Und das ist jetzt auch tatsächlich, die U-Sieben ist so ein bisschen, ja, so ein Meilenstein, was die Sprachentwicklung angeht, weil da müssen dann auch entsprechend, sagen wir mal, Dinge eingeleitet werden, wenn das nicht funktioniert.
00:13:59: Und es ist aber auch ganz, ganz schwierig dazwischen der normalen Bandbreite.
00:14:04: Also was muss so ein Kind jetzt eigentlich können?
00:14:07: Was ist das dann noch normal?
00:14:09: Und wo muss man jetzt tatsächlich Diagnostik machen und wo muss man unterstützen?
00:14:13: Also
00:14:13: die U-Sieben ist ja so der zentrale Sprach-Checkup, würde ich mal sagen.
00:14:17: Genau, das ist der erste, wo man testen kann.
00:14:19: Genau,
00:14:20: die Frage, die dann immer kommt, mein Kind versteht alles, aber spricht kaum.
00:14:23: Ist das schlimm?
00:14:24: Ja genau, und da ist eigentlich immer meine allererste Gegenfrage.
00:14:28: Was passiert denn eigentlich?
00:14:29: Also wie zeigt denn dein Kind dir zum Beispiel, dass es versteht?
00:14:33: Zum Beispiel, also was ich so mal frage irgendwie, wie ist es denn eigentlich, wenn Eltern fragen oder Eltern sagen, hol doch jetzt bitte deine Schuhe.
00:14:43: Und wenn jetzt dein Kind losgeht und sie bringt, dann ist das total okay.
00:14:46: Das zeigt dann das Sprachverständnis.
00:14:49: Oder dass du als Eltern sagst, wo ist der Hund oder wo ist das Auto?
00:14:53: Und das Kind zeigt auf den Hund oder auf das Auto.
00:14:57: Also das zählt wirklich häufig mehr als die reine Zahl der gesprochenen Wörter.
00:15:02: Und wie viele Wörter sollte denn ein Kind mit zwei Jahren sprechen?
00:15:06: Ja, das ist auch mal so eine Sache.
00:15:08: Man hat dann auch so einen Kurztest, den SBGD II oder so ähnlich, so heißt er.
00:15:14: Da ist es so, dass die Eltern ankreuzen sollen, welche Worte ihr Kind aktiv spricht.
00:15:21: Und als Orientierung ist, dass sie in etwa so dreißig bis fünfzig Wörter wirklich so sprechen können, dass man sie verstehen kann und dass sie ganz einfache zwei Wortsätze sprechen können.
00:15:32: Aber der Mindestwert, den man erreichen muss, bevor es halt pathologisch ist, sind neunzehn Wörter.
00:15:37: Also das ist das eine.
00:15:39: Und auch hier gilt immer, dass es erst mal ... Wie grenzwert also wie blutdruck messen oder sowas eine orientierung.
00:15:46: wichtiger ist das gesamtbild.
00:15:49: wenn man zum beispiel so zwei beispiele.
00:15:52: irgendwie kann ich euch jetzt hier sagen das eine kind.
00:15:55: Irgendwie spricht vielleicht tatsächlich nur zehn bis fünfzehn Worte.
00:15:59: Es zeigt aber total viel, es sucht Blickkontakt, das versteht die Aufträge und es ist ganz wichtig, es hat sonst eine völlig altersentsprechende Entwicklung und es hat, und es ist mindestens genauso wichtig, keine Hinweise auf eine Hörminderung.
00:16:12: Das heißt also, man muss jetzt nicht besonders laut sprechen, damit es den Aufforderungen folgt beispielsweise.
00:16:18: Und wer geht nicht vermindert oder sowas.
00:16:20: Und was ich auch immer frage, ist Mundabnung.
00:16:24: Also, weil letztendlich die Kinder, die eine Mundabnung haben, und das kann man eigentlich, ich frag das Runde.
00:16:31: Erklärst du mal kurz,
00:16:33: Mundabnung?
00:16:34: Wenn die Kinder im tiefen Schlaf ... den Mund immer geöffnet haben, wenn sie kein Infekt haben, wenn sie immer auf sind, weil das ist immer ein Hinweis dafür, dass der Nasenrachenraum verlegt ist, also durch Schleimhotsschwellung oder Polypen oder sowas.
00:16:49: Und das könnte zum Beispiel darauf hinweisen, dass die eustachsche Röhre, also diese Ohrbelüftungsröhre, nicht gut funktioniert.
00:16:56: Und diese Kinder haben dann tatsächlich häufig eine Hörminderung, die dadurch zustande kommt.
00:17:01: Das ist einfach ein indirekter Hinweis.
00:17:03: Also ganz, ganz, ganz wichtig.
00:17:05: Und das ist so eine einfache Information, die man kriegen kann.
00:17:08: Dieses Kind, was ich gerade sagte, das haben wir jetzt zu wenig Wörter spricht, aber sonst erstmal ganz okay ist, den nennt man dann erst mal Late Talker.
00:17:17: Das ist erst mal so ein Stempel, den man dann drauf drückt.
00:17:19: Ist das schlimm?
00:17:21: Nein, das ist nicht schlimm, weil ein ganz großer Teil der so genannten Late Talker haben eine Sprachexplosion.
00:17:28: Das heißt, die erreichen dann sozusagen die Grenzstellen der Sprachentwicklung in den nächsten sechs Monaten.
00:17:34: Und das ist zum Beispiel immer so, dass ich die Eltern dann immer nach sechs Monaten wieder einbestelle und dann erneuten Sprachtest mache.
00:17:39: Immer voraus geht es alles in Ordnung.
00:17:41: Und wenn die dann alles aufgeholt haben, alles super.
00:17:44: Wenn die nach sechs Monaten das nicht aufgeholt haben, dann mache ich Diagnostik, also einmal eine Hörminderung ausschließen und dann wird zum Beispiel auch, das kann ich hier nochmal ein bisschen genauer erzählen, dann ist mir möglicherweise auch die Integration zu einer frühen Logopädie da ist.
00:17:59: Und was noch wichtig ist, man muss Late Talker tatsächlich diagnostizieren, deswegen sind Vorsorgeuntersuchungen auch so wichtig, weil die, die dann wirklich Late Talker bleiben, das heißt also mit diesen sechs Monaten dann nicht die Sprachexplosion haben, also aufholen, die haben später ein deutlich erhöhtes Risiko für Leserechtschreibschwächen.
00:18:17: Und was noch dazu kommt, auch Late Talking ist auch mit ADHS assoziiert.
00:18:22: Das bedeutet nicht, dass Sie das kriegen, aber das bedeutet, dass ich in den späteren Untersuchungen, Wenn irgendwas nicht richtig ist mit Lesen oder Rechtschreibungen oder Hinweise auf ADHS, so indirekte Hinweise, dass Late-Talking ein weiteres Puzzlestück ist, wo man sagt, okay, vielleicht ist das doch so was.
00:18:41: Vielleicht hat das Kind doch eine Leserechtschreibschwäche, weil häufig wird das in den Schulen erst mit acht bis zehn Jahren diagnostiziert.
00:18:47: Das mag ja durchaus am Anfang schon ein bisschen relevanter bleiben.
00:18:52: Und dann gibt's das zweite Kind, das zu sieben irgendwie ... Ja, auch nur vielleicht zehn bis fünfzehn Worte spricht, das aber nicht zeigt, auch wenig mit mir sozusagen kommuniziert, also wenig reagiert und auch sozial jetzt nicht so richtig angebunden scheint.
00:19:08: Das frage ich zum Beispiel auch immer, dass so eine klassische Frage hat dein Kind Interesse an anderen Kindern.
00:19:15: Also das ist mal ganz wichtig, weil das sind dann zu U-Sieben tatsächlich... wieder Red Flex.
00:19:20: Und da kann ich nicht abwarten.
00:19:21: Da würde ich jetzt tatsächlich irgendwie direkt weiterschauen.
00:19:24: Gibt es da irgendwie was für ... Hört das?
00:19:26: Da würde ich auch direkt nach Kanas Kind hören gucken.
00:19:29: Da würde ich gucken, gibt es Hinweise irgendwie auf etwas aus dem Autismus-Spektrum oder irgendwie andere Sachen.
00:19:34: Welche Sätze hörst du dann von Eltern ganz besonders?
00:19:38: Naja, häufig ist es in der Situation zeigt nur, spricht nicht, zieht mich immer an der Hand statt zu sprechen, reagiert kaum, wenn ich ihn rufe und im Kindergarten sagt er gar nix.
00:19:48: Also das sind tatsächlich dann, ich kann es nochmal wiederholen, weil es so wichtig ist.
00:19:52: Also das müsst ihr euch jetzt auch wirklich merken bei der U-Seven.
00:19:55: Stift raus.
00:19:56: Also wirklich, wenn ein Kind gar nicht zeigt.
00:20:00: kein Sprachverständnis hat.
00:20:02: Wenn es kein Interesse an anderen Menschen oder an Kommunikation hat oder was das Allerschlimmste ist, wenn etwas, was es schon mal hatte, wieder verloren gegangen ist.
00:20:10: Das darf nie passieren.
00:20:12: Also ein Kind, das einmal etwas erworben hat, sollte das nicht wieder verlieren.
00:20:16: Das ist immer pathologisch.
00:20:18: Irgendwie muss immer abgeklärt werden.
00:20:20: Und natürlich Red Flag, wenn ich jetzt schon weiß oder hoffen Sie, dass das Kind irgendwie nicht gut hört, weil es, weil alle irgendwie schreien müssen, irgendwie damit es reagiert.
00:20:30: oder weil es zum Beispiel eine dauerhafte Mundordnung hat.
00:20:33: Was ist der nächste Schritt, wenn du dir Sorgen machst?
00:20:36: Das eine ist, wie gesagt, Hörtest.
00:20:38: Entweder dann zu sieben bei den Red Flags gleich oder wenn das nach der Sprat-Explosion nicht aufgeholt hat, dann dann.
00:20:47: Bei Unsicherheiten würde ich das auch immer machen, weil so ein Hörtest ist relativ einfach und kann so viel bedeuten.
00:20:54: Dann gucke ich irgendwie ganz, ganz wichtig, wenn Sprache auffällig ist, nach anderen Entwicklungsqualitäten.
00:20:59: Motorik, Spiel, Sozialverhalten und so was.
00:21:02: Und dann würde ich halt schauen, je nachdem, was ich halt finde.
00:21:06: Es ist ein Hörtest erforderlich, oder auch schon mit zwei Jahren Logopädie, wobei das schon eine Sache ist.
00:21:13: Aber die Logopäden fordern das auch immer ein.
00:21:15: Um zwei-jährigen Logopädie zu machen, ist nicht ganz banal, muss man einfach Erfahrung haben.
00:21:20: Oder wenn es dann auf ganz schlimme Erkrankungen gibt, dann gibt es natürlich auch umfassende Diagnostik, aber das würde jetzt hier viel zu weit führen.
00:21:27: Und was mir auch mal ganz wichtig ist, viele Eltern sind dann immer so betroffen, wenn ihr Kind dieses und jenes nicht kann.
00:21:35: Oder wenn sie diesen Stempel kriegen, irgendwie Late-Torker oder was auch immer.
00:21:39: Aber auch jetzt noch mal so was ganz Grundsätzliches.
00:21:42: Es geht immer nicht darum, den Kindern jetzt irgendein Etikett aufzukleben, also irgendwie die Diagnose aufzubrummen oder sowas, sondern es geht erst mal darum, zu schauen, wo kann ich unterstützen.
00:21:53: Ganz häufig ist es tatsächlich so, dass es Verzögerungen sind, die man halt mit entsprechender zunächst mal gestellter Diagnose und dann entsprechender Therapieunterstützung wieder auf den sogenannten Norma.
00:22:04: Bereich bekommt.
00:22:06: Ja und viele Eltern haben ja auch Angst zu früh etwas auszulösen und wie du schon sagst dann, dass Edikett ja behindert oder wir auch immer zu bekommen.
00:22:15: Ja, aber was du früher unterstützt, dann heißt doch... bei Weibnen nicht das Kind ist krank, sondern einfach nur es bekommt Hilfe.
00:22:22: Das ist wie wenn man Nachhilfeunterricht nimmt.
00:22:24: Also nicht alle Menschen sind ja gleich gut in allen Qualitäten irgendwie.
00:22:29: Und das muss ja auch nicht so sein.
00:22:31: Aber wenn wir die Möglichkeit haben, dort einzelne Qualitäten zu unterstützen, damit die Kinder sozusagen auch in diesem Bereich dort Anschluss, sag ich mal in Anführungsstrichen, an die sogenannte Normalpopulation kriegen, ist doch super.
00:22:43: Das ist eigentlich eine gute Sache.
00:22:45: Ja, also bis hier haben wir jetzt gesehen, Sprache entsteht, aus Beziehung, hast du gerade auch gut
00:22:50: schön gesagt,
00:22:52: aus Hören und aus viel Kommunikation.
00:22:54: Da denke ich direkt an all die Handys vor den Babynasen.
00:22:58: Ja, aber
00:22:58: das ist noch ein eigenes Thema.
00:23:00: Also ein eigenes Thema, ganz wichtiges Thema.
00:23:02: Also gibt es auch viele Untersuchungen zu übrigens.
00:23:04: Handy nutzen, wenig Kommunikation.
00:23:06: Das Gute hätte ich
00:23:07: vorlesen.
00:23:08: Keine Kommunikation zwischen Kind und Eltern ist assoziiert mit Sprachentwicklung.
00:23:12: Genau.
00:23:13: Nicht nur damit, sondern mit vielen anderen Sachen auch.
00:23:15: Also
00:23:15: denkt an Kommunikation, sprecht mit euren Kindern.
00:23:18: Und bei der U-Sieben schauen wir dann ganz besonders hin.
00:23:21: Das hast du ja gerade gesagt.
00:23:22: Davor ist man so ein bisschen guckt.
00:23:24: Genau.
00:23:24: Weil das ist vielleicht auch noch so ein wichtiger Punkt.
00:23:27: Ab zweieinhalb, drei Jahre ist es ja so, dass die Kinder auch sozusagen aus dieser aus diesem familiären Kokor rauskommen.
00:23:36: Die sind ja nicht mehr nur diese Eltern-Kind-Nummer, sondern die treten ja dann auch wirklich ganz aktiv, wenn sie selbstständig und treten in Kontakt mit der Umwelt.
00:23:47: Das heißt also, Sprache sind dann nicht nur Worte, sondern Sprache sind Teilhabe und Entwicklung.
00:23:54: Sprache ist ganz, ganz, ganz zentral und deswegen ist auch die U-Sieben so wichtig.
00:23:59: Ja.
00:24:00: Also, jede Vorsorge ist wichtig für mich, aber gerade die Sprache nimmt bei der U-Sieben wirklich einen großen Raum
00:24:07: rein.
00:24:14: Dann geht es mal weiter mit U-Sieben A, U-Racht, U-Neuen.
00:24:19: Genau, das sind ja halt dann Kindergarten, Alter und später nach der U-Neuen fünf, fünf, dann kommen die dann meistens ein Jahr oder zwei Jahre später dann in die Schule und darüber sprechen wir jetzt mal, wie wir da so testen und in dem Zusammenhang sprechen wir dann später auch noch so ein bisschen über Die Mehrsprachigkeit.
00:24:37: Genau, wie entwickelt sich Sprache im Alltag, im Kindergarten und später Richtung Schule?
00:24:42: Ja, genau.
00:24:43: Und wir gucken jetzt vor allem, was es jetzt eigentlich zwischen der normalen Bandbreit und Situation in deinem Kind wirklich Unterstützung braucht.
00:24:49: Genau, die U-Sieben A, der Moment, wo, ich glaube, viele Eltern sagen, er spricht ja schon, aber irgendwie ... Nicht so wie die anderen, also Vergleiche.
00:24:59: Genau, das ist jetzt sozusagen die Sprache nicht nur in der Familie.
00:25:02: Das ist zum Beispiel mal total interessant.
00:25:04: Es gibt jetzt natürlich auch so eine Sprache, dass Eltern verstehen von ihren Kindern alles.
00:25:08: Also ich sitze dann immer da, in die Kinder sprechen irgendwas und ich gucke dann immer nur Fragen an und sage, hey.
00:25:13: Ich verstehe jetzt hier kein Wort.
00:25:15: Und das ist, wo sieben A unbedingt zu unterscheiden.
00:25:18: Weil da muss ein Kind auch unabhängig vom älterlichen Konkord, vom familiären Umfeld kommunizieren können.
00:25:26: Also, dann geht es also jetzt nicht darum, ob dein Kind jetzt irgendwie spricht, sondern vor allem, wie es die Sprache benutzt.
00:25:32: Und da gucke ich zum Beispiel danach, auch da gibt es mal immer so einen dicken Abfragebogen, wo die Eltern ankreuzen müssen, dann gucke ich mir das Ding an und schaue, ob da auffällt.
00:25:43: Sagt
00:25:44: noch mal,
00:25:44: wie alt sind die bei UCMA?
00:25:45: Bei UCMA sind die drei Jahre.
00:25:46: Ja.
00:25:48: Da geht es zum Beispiel darum, irgendwie kann das Kind kleine Sätze bauen, also drei Wortsätze zum Beispiel, kann das so was wie Wünsche äußern, also aktiv äußern, weil das Kind hat ja jetzt schon ein deutliches Ich-Bewusstsein, das weiß, was es ist, kann es einfache Dinge erzählen, also jetzt nicht komplexe Sachen, sondern einfach so einfache Dinge, was jetzt gerade, sagen wir mal, vor einer halben Stunde Stunde passiert ist.
00:26:11: Auch das, wie gesagt, ganz wichtig, wird es von mir verstanden.
00:26:15: Ja, also, mir jetzt als...
00:26:16: Außerhalb der Familie.
00:26:17: Mir jetzt sozusagen, genau, sinnbildlich für jemanden, der nicht in der Familie ist.
00:26:22: Ja.
00:26:23: Und da gibt es ja wieder, auch das ist in diesem Tester mal drin, gibt es diverse Beispielsätze.
00:26:28: Aber das ist so, um euch ein Beispiel zu sagen, irgendwie, dass er kann das Kind, sollte sagen können, ich will Saft haben.
00:26:36: Es muss nicht sagen, ich möchte, sondern ich darf ruhig noch sagen, ich will.
00:26:39: Darum geht es jetzt nicht.
00:26:40: Oder sowas wie Papa-Auto-Fahren oder Ball kaputt.
00:26:44: Das hat jetzt einfach verkürztes.
00:26:45: Sätze sind natürlich nicht perfekt, nicht grammatikalisch sauber, aber jeder kann sie verstehen und ich halt auch.
00:26:51: Und was sind denn dann so typische Situationen, die Eltern beschreiben?
00:26:55: Ganz klassisch, was ich halt gerade sagte.
00:26:57: Ja, aber wir verstehen ihn doch, aber andere halt nicht.
00:27:01: Oder was auch wichtig ist beispielsweise, das sind so die ersten Hinweise dann auch so für Impultssteuerung.
00:27:07: Mein Kind wird ganz schnell wütend, wenn man ihn nicht versteht.
00:27:09: Das ist für mich zum Beispiel auch so ein Red Flag oder solche Sachen Hinweis.
00:27:15: Im Kindergarten spricht er kaum.
00:27:17: Na klar, spricht er nicht, weil er im Kindergarten nicht verstanden wird.
00:27:21: Ein indirekter Hinweis, dass dort mit der Sprachentwicklung irgendwas nicht in Ordnung ist.
00:27:27: Man das wirklich klären muss, weil das ist ein Punkt, wo bei den Kindern ... dann auch ganz schnell Frust entsteht.
00:27:33: Nicht nur bei den Kindern, sondern bei den Eltern auch.
00:27:36: Und das ist auch dann, die Sache, wenn Frust entsteht, dann werden die Kinder in ihrer sozialen Entwicklung abgehängt.
00:27:42: Sie werden nicht in die Gruppe integriert, was total wichtig ist.
00:27:45: Sozialentwicklung beginnt so mit zwei, zweieinhalb Jahren irgendwie und so richtig startet das mit drei.
00:27:52: Also das sind die Kinder sozusagen ja Mitglied der Gemeinschaft.
00:27:56: Sie können Regeln verstehen, sie können miteinander kommunizieren.
00:27:59: Also extrem wichtig, dass Sprache ist.
00:28:03: Sprache richtig da ist.
00:28:04: Und wenn so ein Kind nur einzelne Worte benutzt, wenn es nicht die Sätze bilden kann.
00:28:09: Wenn ich es nicht oder nur schwer verstehen kann.
00:28:12: Oder wenn das Kind dann da sitzt und ich, obwohl ich mir ganz viel Mühe gebe, jetzt gar keinen Bock auf irgendwie ein Gespräch hat.
00:28:20: Oder für mich jetzt irgendwie so... ganz Deutsch zurückgezogen wirkt.
00:28:24: Es gibt natürlich solche Kinder, ich kenne die dann irgendwie auch, aber da kann man schon, wenn wir mit so ein bisschen Erfahrung sehen, was ist noch okay oder was ist dann tatsächlich okay, weil es halt die Arzt-Kind-Situation ist, das ist ja auch nicht mal so ein bisschen vorbelastet, aber da gibt es halt Unterschiede, die ich auch dann erkennen kann.
00:28:41: Also dann schaue ich wirklich genauer nach.
00:28:43: Und dabei geht es Mir auch überhaupt gar nicht darum, und sollte es den Eltern auch nicht gehen, irgendwie Vergleiche mit anderen Kindern zu machen.
00:28:50: Sondern es geht einfach bei dieser Untersuchung darum, kann das Kind aktiv in der Gemeinschaft zurechtkommen und in seinem Alltag sich zurechtfinden, damit es sich weiterentwickeln kann.
00:29:03: Und was ist dann dein Vorgehen?
00:29:05: Naja, wenn das irgendwie nicht so richtig geht, also Kind spricht nur einzelne Wörter, Willkommen, Sätze, ist sehr verständlich und so weiter und so fort, dann würde ich bei einem Dreijährigen immer Hören prüfen.
00:29:17: Weil das ist letztendlich die Hauptursache, vor allem auch, weil sie häufig so einfach behippbar ist.
00:29:23: Also ganz, ganz häufig ist die Ursache tatsächlich eine höher Minderung und die kann man bei einem HNU ärztlich gut abklären.
00:29:30: Dann hatte ich auch schon bei der U-Sieben gesagt, klar, es geht natürlich nicht nur ums Hören, sondern es geht auch um das Ganze in Zusammenhangsätzen mit den anderen Entwicklungsqualitäten.
00:29:42: Also gibt es auch irgendwelche Verzögerungen im Spiel, in der Motorik oder sowas.
00:29:47: Und generell ist hier bei der U-Sieben Ase mit drei Jahren meine Schwelle Logopädie anzubieten schon sehr niedrig.
00:29:56: Also bei der bei der U sieben oder auch mit zweieinhalb ist das immer so ein bisschen höher noch tatsächlich weil ich glaube das Logopädie.
00:30:03: Da auch Schwierigkeiten hat.
00:30:04: aber dreijährige gehen auf andere Menschen zu sind auch offen für Logopädie und da ist die Therapie häufig wirklich auch schon gut effektiv und ich würde das immer.
00:30:15: anbieten, nachdem ich eine Hörminderung ausgeschlossen habe, auch unabhängig von anderen Sachen.
00:30:20: Also, wenn die anderen Sachen nicht in Ordnung sind, dann trotzdem Logopädie.
00:30:23: Aber eine Hörminderung muss natürlich ausgeschlossen werden, weil wer nichts hört, der kann auch dem Nüsser Logopädie nicht.
00:30:28: Und da reicht es auch... schon, wenn ich den Eindruck habe, dass so ein Kind irgendwie leidet.
00:30:36: Oder wenn es halt irgendwie sozusagen auch sich zurückzieht oder sowas.
00:30:42: Schicht und einfach, weil es sich nicht verstanden fühlt.
00:30:45: Also da muss es unterstützt werden.
00:30:46: Das ist jetzt irgendwie kein Alarm oder sowas, sondern es geht tatsächlich darum, in der Situation frühzeitig einzugreifen, damit das Kind in diesem zentralen Punkt, wie Sprache und Gemeinsames lernen, gemeinsames spielen, nicht zurückfällt.
00:31:00: Ja, dann kommen wir doch mal zu Uhr acht.
00:31:02: Also da sind die Kinder dann ungefähr vier Jahre alt.
00:31:05: Jetzt wird es dann schon ernster.
00:31:06: Ja genau, also da müssen die Kinder tatsächlich schon relativ kompliziert sprechen können.
00:31:11: Also du kannst dich mit vier Jahren ja schon richtig gut unterhalten.
00:31:15: Und Sprache ist jetzt irgendwie nicht nur mit einfach irgendwelche Sachen zu sagen, sondern Sprache ist jetzt ein richtiges Werkzeug, um sein Leben zu meistern.
00:31:25: Also es ist jetzt nicht nur irgendwas benennen hier, da ist ein Auto oder sowas, sondern Sprache dient auch dazu, etwas zu erklären, etwas zu erzählen, sich mitzuteilen und auch sozusagen Rollenspiele richtig zu machen, also zu mitmachen, dort auffordern.
00:31:42: Also ganz, ganz, ganz wichtig.
00:31:45: Mit den Vierjährigen gelingt das auch immer schon ganz gut.
00:31:47: Die drei Jänner müssen zurückhalten.
00:31:49: Aber bei den Vierjährigen, den hab ich schon lange nicht mehr geimpft.
00:31:53: Weil in den letzten zwei Jahren haben wir da vielleicht ein paar positive Erlebnisse gehabt.
00:31:57: Da ist das Verhältnis meistens schon wieder richtig gut.
00:32:00: Und die kann ich ganz häufig so fragen, je nachdem, welche Tageszeit die Untersuchung ist, was hast du heute gemacht?
00:32:08: Wie war's im Kindergarten?
00:32:09: Was frag ich doch immer ganz häufig.
00:32:10: Ich fange mal an mit, wer sind deine Freunde?
00:32:12: Wie alt bist du?
00:32:14: niederschwellig.
00:32:15: Und dann sollen sie mir mal gerne so ein bisschen erzählen, was sie gemacht haben.
00:32:19: Und typischerweise fangen die dann immer erst mal ganz vorsichtig an.
00:32:22: Also die Ferien kommt erst mal so ein Wort oder sowas.
00:32:25: Dann wird daraus, wenn ich nochmal nachfrage, ein ganzer Satz.
00:32:28: Und wenn ich dann noch interessiert gucke und nochmal nachhacke, dann kommt auch eine kleine Geschichte.
00:32:33: Also zum Beispiel, wenn ich dann frage, was habt ihr heute gemacht?
00:32:36: So, also ich ist mittags oder sowas draußen.
00:32:39: Okay.
00:32:41: Wie draußen?
00:32:42: Ja, ich war heute draußen zum Spielen.
00:32:44: Und dann, mit wem warst du da draußen?
00:32:46: Ja, mit meinem Freund, mit Tom.
00:32:48: Und wir sind gerutscht.
00:32:50: Und das sind z.B.
00:32:51: so Sachen, die einen vierjähriger gut erzählen kann.
00:32:55: So grammatikalisch irgendwie auch schon nicht schlecht.
00:32:57: Auch da ist es halt so, bei Schwester Zeiten können die Kinder da auch schon, also mit Gegenwart und Vergangenheit.
00:33:05: Nicht immer, aber so sind es in den Sechzig-Siebzig-Prozenten.
00:33:08: Und sie bilden grammatikalisch auch wirklich relativ gute verständliche Sätze.
00:33:13: Und da ist es halt so, wenn ich, obwohl ich mir so viel Mühe gebe und das Kind halt sonst irgendwie okay ist, wenn es dann irgendwie so gar nicht, gar nicht antwortet oder irgendwie das offensichtlich nicht versteht, irgendwie was sich, also unpassend antwortet.
00:33:29: Geht machen die auch mal?
00:33:30: Also die fehlen ganz klar irgendwie, aber dann, man kriegt ja so einen Eindruck irgendwie in der Untersuchung.
00:33:35: Oder wenn es irgendwie mir auch nicht zusammenhängt, irgendwas erzählen kann.
00:33:39: Also wie ich jetzt vorhin so sagte, mit Tom draußen, wir haben gespielt und gerutscht und so.
00:33:44: oder wenn ich es nicht verstehen kann.
00:33:47: Das ist das Gleiche wie zur U-Sieben A, also mit drei Jahren.
00:33:50: Aber ein vierjähriges Kind muss sich ganz klar verstehen können.
00:33:54: Also da gibt es gar keine zwei Meinungen irgendwie.
00:33:57: Es ist manchmal so, dass die Sachen noch so ein bisschen anders aussprechen, gerade so Konsonanten, nicht DR oder K oder P oder sowas.
00:34:05: Das wird manchmal noch verwechselt.
00:34:09: Und wenn das ganz schlimm ist irgendwie, dann ... würde ich auch sagen, da können Sie vielleicht Nachhilfe geben.
00:34:15: Und was praktisch Alten nennt
00:34:16: ich?
00:34:16: Also Logopädie.
00:34:16: Ja, Logopädie, genau.
00:34:18: Also sehr viele Kinder noch machen, was aber nicht pathodologisch ist, beispielsweise Lispeln.
00:34:23: Ja, machen viele.
00:34:25: Ja, das machen relativ viele mit.
00:34:26: Und das ist auch noch kein Grund, irgendwie Logo-PD zu machen.
00:34:29: Aber die, weil es halt noch nicht, weil ein Zahnwechsel ist da, die können die Zunge noch nicht so richtig bewegen.
00:34:35: Aber die anderen Sachen, so DR und K und P und sowas, wenn das nicht gekonnt wird mit vier Jahren, dann ist das immer schon eine Indikation für mich zumindest, mit den Eltern über Logo-PD zu sprechen, weil die spontan ... Heilungsrate oder Lernrate, der Kinder, wenn sie das mit vier Jahren noch nicht können, ist relativ gering.
00:34:55: Ja, und wenn Eltern so, die frage ich dann auch immer, wie ist denn das eigentlich zu Hause?
00:35:05: könnt ihr gut kommunizieren.
00:35:06: Wenn die dann sagen, ja, versteht die Fragen oft falsch oder redet viel, aber ich weiß gar nicht, was der meint.
00:35:12: Das ist halt irgendwie auch noch so ein Punkt, weil gerade zu Hause sollte natürlich dann erst recht alles verstanden werden.
00:35:20: Und gehen wir mal weiter zur U-neuen.
00:35:22: Also da sind die Kinder dann ungefähr fünf Jahre alt.
00:35:25: Also kurz vor der Schule.
00:35:27: Ja.
00:35:28: wird dann ja Sprache auch richtig entscheidend.
00:35:30: Genau.
00:35:31: Also der Unterschied sozusagen zwischen Familie und Kindergarten ist ja alles noch so ein bisschen geschützte Werkstatt.
00:35:38: Da haben die Kinder dann auch schon meistens seit mehreren Jahren irgendwie in gewohnten Umgebungen.
00:35:43: Da ist das häufig noch nicht so schlimm irgendwie, zumindest irgendwie nicht für die sozialen Entwicklungen, wenn nicht so schlimm abgehängt und wenn das noch nicht so gut mit der Sprache geht.
00:35:53: Aber spätestens dann, wenn sie in die Schule kommen und viele neue Kinder kennenlernen und dann auch so ein Druck kommt, dass sie halt nicht nur spielen, das ist mir spielen vorbei, sondern dann kommt halt, wir sind in Deutschland, da kommt der Druck, dann muss Sprache tatsächlich richtig funktionieren.
00:36:07: Und das wird zur U-U-Neun, also mit fünf Jahren dann auch wirklich dezidiert abgefragt.
00:36:14: Also da lasse ich mir dann immer auch schon lange Geschichten erzählen.
00:36:17: Da frage ich auch tatsächlich irgendwie so nach wirklich sehr sinnvollen Zusammenhängen.
00:36:21: Ich frage auch wie, so was mit ... Was für eine Jahreszeit ist das?
00:36:24: Was kann man im Sommer machen?
00:36:25: Was kann man im Winter machen?
00:36:27: Oder ich frage dann irgendwie immer so, wenn ich die untersuche dabei, guck mal in deinen Mund, ich kann dein Frühstück gar nicht mehr sehen, wo ist das jetzt?
00:36:34: Dann erzählen sie mir, ja, hab ich verschluckt irgendwie und das ist im Bauch.
00:36:37: Und meine ich auch, okay, super, dann untersuche ich den Bauch.
00:36:39: Oder die erzählen mir, ich hab Zähne geputzt, irgendwie ist nichts mehr da.
00:36:42: Solche Sachen halt.
00:36:43: Das kann man irgendwie alles zu unneuen testen.
00:36:46: Und das können die auch tatsächlich dann immer ... gut kommunizieren.
00:36:51: Kinder müssen in diesem Alter auch regelmäßig richtig gut verstehen.
00:36:57: Sie müssen richtige Fragen stellen können, also im Grunde so wie es Schulkinder auch machen.
00:37:02: Sie müssen auch konfliktisch sprachlich lösen können.
00:37:04: Oh ja.
00:37:04: Ja, also auch das ist ein ganz ganz ganz wichtiger Punkt.
00:37:08: Ja.
00:37:08: Also
00:37:11: Wann warst du hellhörig?
00:37:12: Genau, hellhörig wäre ich immer dann, also zum einen, einem Grunde, wie die anderen Sachen auch.
00:37:16: Wenn ich das Gefühl habe, das Kind versteht mich nicht.
00:37:19: Manche genau wollen natürlich auch nicht, aber wenn ich das Gefühl habe, da geht jetzt gar nichts.
00:37:22: Oder ich kann es nicht verstehen, Aussprachefehler.
00:37:26: Und auch hier Konsonantenbildung, wie auch schon zur U-Acht.
00:37:31: Aber auch jetzt noch, wenn sich das Lisbeln zum Beispiel von der U-Acht bis zur neun, so überhaupt nicht verbessert hat, dann wäre ich da auch hellhörig, weil dann ist wieder ein Jahr gewesen.
00:37:40: wo die Kindessetten lernen können.
00:37:42: Und da kann man halt auch gucken, ob man eine Logopädie macht.
00:37:45: Wenn die Kinder sich ganz, ganz doll zurückziehen, also wenn sie beispielsweise jetzt auch nicht bei der Sache bleiben können.
00:37:51: Das ist halt für mich aber auch mal so eine Sache, also Schwierigkeiten, meinem Gespräch oder unseren Gespräch zu folgen und auch so sich sozial irgendwie auffällig verhalten.
00:38:02: Das ist halt auch mal ganz, ganz wichtig, weil letztendlich sind diese Dinge ja Voraussetzungen dafür, dass das Kind in die Schule gehen kann.
00:38:09: Es muss natürlich das verstehen können, was eine fremde Person vorne den Kindern versucht beizubringen.
00:38:14: Es muss mit den anderen Kindern in Kommunikation treten, damit es da in der Schule zurechtkommt.
00:38:20: Und das sollte möglichst nicht erst in der Schule auffallen, weil du musst es entsprechend therapieren und das Kind unterstützen, sondern vorher, weil da habt ihr noch ein bis zwei Jahre Zeit, die Sachen den Kindern beizubringen, damit sie in der Schule keine Probleme haben.
00:38:36: Genau, dann kommen wir mal zur Mehrsprachigkeit.
00:38:39: Ich hab's ja am Anfang schon gesagt.
00:38:41: dass da viele Eltern wahrscheinlich denken oder auch sagen, wir sind mehrsprachig und deshalb spricht er später.
00:38:49: Und hier muss man glaube ich auch noch mal ein bisschen unterscheiden zwischen bilingual und mehrsprachigkeit.
00:38:57: Also
00:38:58: ist ein Kind, also wird die Mehrsprachigkeit, also wird ein Kind innerhalb der Familie mit mehreren Sprachen, wächst es auf, also mit mehreren
00:39:08: Muttersprachen.
00:39:09: Also Vater hat eine Geschichte und Mutter die andere.
00:39:14: Wir kennen das ja auch so unserer Familie.
00:39:16: Genau.
00:39:16: Aber letztendlich kann man sagen, wie ... Sprechen
00:39:19: die dann später?
00:39:20: Nein.
00:39:21: Also zwei oder drei Sprachen sind wirklich ... kein Problem.
00:39:24: Also keine Sprache ist das Problem.
00:39:27: Also nicht mehrere Sprachen, sondern keine.
00:39:30: Und was wir schon manchmal sehen, ist tatsächlich, dass dieses Meer sprachig aufwachsen ist.
00:39:34: Wörter mischen.
00:39:34: Wörter mischen, genau.
00:39:36: Eine Sprache bevorzugt, was er aber netter findet.
00:39:38: Und das ist in der einen Sprache halt sich schneller entwickelt als in der anderen.
00:39:41: Das ist aber wirklich normal.
00:39:43: Aber das ist alles völlig okay, solange das Kind in dieser einen Sprache, die es halt besser kann, alles das kann, was sich eigentlich erwarte.
00:39:53: Und es entwickelt auch mindestens in einer Sprache immer die entsprechenden Fortschritte.
00:39:58: Problematisch wird es nur, wenn es in keiner Sprache richtig sprechen kann, wenn es wenig zeich, wenig kommuniziert und vor allem kein stabiles Sprachverständnis hat.
00:40:08: Und dann so... Alltagsbeispiel wäre zum Beispiel zu Hause, wird zum Beispiel jetzt wie bei uns, ne?
00:40:15: Deutsch gesprochen und im Kindergarten denisch.
00:40:17: Genau, das ist perfekt.
00:40:18: Also wenn das alles funktioniert, ist das einfach ein riesiger Schatz.
00:40:21: Es ist mir nur ganz wichtig, selbst wenn da irgendwie was jetzt nicht ganz normal ist, dass Eltern immer daran denken, dass sie ihre Muttersprache benutzen sollten.
00:40:35: Ja, also es macht keinen Sinn.
00:40:37: irgendwie, beispielsweise jetzt für uns, wäre es sinnlos gewesen.
00:40:41: Wir haben nie dänisch gesprochen mit ihm.
00:40:42: Wir haben nie
00:40:42: dänisch gelernt als Muttersprache.
00:40:45: Auch selbst wenn du das jetzt irgendwie mit fünf, sechs Jahren gelernt hast, Muttersprache lernt man als Baby.
00:40:51: Oder bist du ein Kleinkind, weil Sprache ist ja mehr als nur Wörter, sondern Sprache ist ja auch ganz, ganz viel so mit Emotionen, wie man das verbindet, wie man das ausspricht und so weiter.
00:41:00: Das lernt man halt schon in den ersten ein, zwei Jahren und nicht erst irgendwie mit vier von sechs.
00:41:05: Das heißt also, generell sollten Eltern immer in der Muttersprache mit den Kindern sprechen.
00:41:10: und sich keine Sorgen machen.
00:41:12: Wir haben uns kurz Sorgen gemacht und dann hatte ich meine Dänisch-Professoren darauf angesprochen, die hat genau das gesagt.
00:41:18: Du sprichst Deutsch oder ihr sprichst Deutsch, weil das ist auch Muttersprache und im Kindergarten oder in der Schule dann wird Dänisch gesprochen.
00:41:26: Das ist alles Muttersprachler oder da lernt das Kind dann entsprechend die Sprache sozusagen von der Pieke auf, also mit allen richtigen Betonungen, Aussprache usw.
00:41:34: Das ist das Richtige.
00:41:35: Dänisch war dann immer so ein bisschen unsere geheimen Sprache vor dir.
00:41:38: Ja, toll.
00:41:39: Und ich hab immer kein Wort verstanden.
00:41:41: Ich hab nur High-High verstanden.
00:41:44: Und es ist normal, wenn ein Kind das Meersprachig groß wird, alles durcheinander spricht?
00:41:49: Ja.
00:41:50: Das ist völlig ... Das ist in Ordnung.
00:41:53: Denn irgendwie ... Das ist im Lernen halt so.
00:41:55: Das Gehirn sortiert das später.
00:41:57: Da gibt es ganz viele Untersuchungen zu.
00:41:59: Vielleicht auch das noch mal ganz klar zu sagen, die Forschung zu dem Thema zeigt, dass Mehrsprachigkeit auf gar keinen Fall ein Problem ist, also Mehrsprachigkeit aufwachsen, wenn das halt mit Muttersprachen gemacht wird, sondern sogar eher ein Vorteil ist.
00:42:14: Es gibt Studien zum Beispiel, die Kinder haben besseres romliches Verständnis in solchen Sachen.
00:42:19: Es ist auf gar keinen Fall ein Nachteil.
00:42:21: Das heißt also, ich würde, wenn es immer die Möglichkeit gibt, ein Kind zweisprachig oder dreisprachig groß zu ziehen, würde ich das immer nutzen.
00:42:29: Ja, also wir haben echt gute Erfahrungen damit gemacht.
00:42:32: Und zum Abschluss nochmal, was hättest du für eine Botschaft für Eltern?
00:42:36: Ja, die Entbotschaft.
00:42:38: Also ganz wichtig für euch.
00:42:41: Euer Kind muss nicht von Anfang an perfekt sprechen.
00:42:44: Das ist Blödsinn.
00:42:45: Das muss ich mitteilen können.
00:42:46: Und wenn irgendwie dort Verzögerung auftreten, dann bitte die Unterstützung annehmen.
00:42:54: Keine Angst vor irgendwelchen Etiketten haben.
00:42:56: Eine Sprache ist jetzt irgendwie nicht ein Wettstreit, kein Zeugnis oder sowas, sondern Sprache ist ein Werkzeug.
00:43:03: Und zwar ein ganz ganz wichtiges Werkzeug und zwar für Beziehungen von Menschen untereinander und für Teilhabe am Leben.
00:43:10: Genau.
00:43:11: Und die Hilfe dann auch wirklich anzunehmen, das ist natürlich kein Zeichen von Schwäche.
00:43:15: Nein, auf gar keinen Fall.
00:43:16: Sondern das ist einfach ... Wer Hilfe annimmt in der Situation, der übernimmt Verantwortung und unterstützt sein Kind, so wie es das verdient.
00:43:25: Haben wir irgendwas vergessen?
00:43:26: Nee, ich glaub, wir haben ...
00:43:28: Ich glaub nicht, aber ihr könnt uns ja auch schreiben.
00:43:31: Einfach als Kommentar, da wo ihr den Podcast hört auf sämtlichen Plattformen.
00:43:36: Oder ihr schickt uns eine e-mail an postedpedicus.de.
00:43:40: Oder ihr könnt uns auch eine Wortworts abschicken.
00:43:43: Da findet ihr den Button dazu auf unserer Webseite.
00:43:46: Ja, schreibt uns.
00:43:47: Was euch, welche Fragen ihr dazu noch habt oder euer Feedback interessiert uns sehr.
00:43:52: Und das brauchen wir natürlich immer von euch.
00:43:56: Bitte, bitte, bitte.
00:43:56: Wenn euch der Podcast gefallen hat, freuen wir uns natürlich über oder diese Folge gefallen hat.
00:44:01: Freuen wir uns natürlich über eine fünf-Sterne-Bewertung von euch.
00:44:06: Das brauchen wir.
00:44:08: Genau.
00:44:09: Und so gehen wir jetzt in den Sonntagabend so langsam rein.
00:44:13: Ich hab das Gefühl, es ist schon ein bisschen länger hell als sonst.
00:44:16: Oh
00:44:17: Gott, ich freu mich auf.
00:44:18: Aber schon wieder zu dunkel, um noch mal raufzugehen.
00:44:20: Ja, das stimmt.
00:44:21: Okay, zumindest sagen wir Tschüss, oder?
00:44:24: Tschüss.
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